Neuigkeiten:

  • Unglückliche knappe Niederlage gegen Bad Laasphe

    Thorsten Raasch schickt uns folgenden Bericht von der 2. Mannschaft:
    Es war total spannend, wir hätten das Unentschieden verdient gehabt.
    Aber leider fehlten uns am Ende durch die eine oder andere Ungenauigkeit
    die wichtigen 2 halben Pünktchen. Muss mich da wohl auch an die eigene
    Nase fassen. Hier die Details:

    Es ging alles erstmal mit einer Viertelstunde Verspätung los, weil die
    Truppe aus Laasphe das Spiellokal nicht gefunden hatte. Im Gegenzug
    konnten sie aber auch nach 10 Minuten den ersten Punkt vermelden:
    Brosius im Seekadettenmatt (ich fasse es nicht).
    Nach relativ schnellem Remis bei Werner Brauner war der Spielstand erst
    mal eine Weile unklar. Vielleicht auch nur aus meiner Sicht, ich
    konzentrierte mich erstmal gegen T. Osvath, als Schwarzer vernünftig aus
    der Eröffnung herauszukommen. Es sah eigentlich ganz gut aus, ich konnte
    einen Bauern einsammeln und verschaffte mir dadurch einen d-Freibauern.
    Leider übersah ich in der gleichen Kombination einen 2zügigen
    Figurengewinn Marke Colditz:

    1. e4 d6 2. Nc3 c5 3. Bc4 e6 4. Nf3 Nc6 5. d4 cxd4 6. Nxd4 Nxd4 7. Qxd4 a6
    8. a4 Ne7 9. O-O Nc6 10. Qd1 Be7 11. Qe2 O-O 12. Be3 Qc7 13. Bb3 b6 14. f4
    Bf6 15. Nd1 Nd4 16. Qf2 Nxb3 17. Bxb6

    Jetzt hätte ich ganz einfach den Läufer mit der Dame nehmen können und
    die Figur behalten (17. … Qxb6 18. Qxb6 Bd4+…). Stattdessen nahm ich
    wie gesagt bloß einen Mehrbauern mit und erlaubte dem Gegner in der
    Folge leider starken Angriff, dem ich in Zeitnot nicht ganz standhalten
    konnte. Arrrgh, dieses übersehene Billig-Motiv kann einem vielleicht
    schlaflose Nächte bereiten. 🙁

    Als meine Partie vorbei war, war auch die Dittmann-Partie verloren
    gegangen. Davon habe ich nichts mitbekommen. Es stand also 0,5-3,5. Aber an
    Brett 8 sah es gut aus: James Gray konnte einen entfernten
    Randbauern durchdrücken, der Gegner gab auf: 1,5-3,5.
    Die verbleibenden 3 Partien zogen sich etwas hin. Stefan Töpler bekam
    ein interessantes Endspiel aufs Brett: Läufer und zwei Bauern (davon
    einer vor dem Umwandlungsfeld) gegen Springer (auf dem Umwandlungsfeld)
    und zwei Bauern. Und anscheinend kennt er sich mit Zugzwang ganz gut
    aus, denn der Gegner fand einfach keine Möglichkeit mehr, seinen
    Springer zu halten. Also 2,5-3,5.
    Die Spitzenbretter mussten es also reißen. Raphael legte schon mal vor
    mit einer Klasse-Partie gegen Stefan Liebig. Auch hier entschieden am
    Ende nach geschickt eingefädeltem Leichtfiguren- und Damentausch die
    übriggebliebenen Bauern mit ihren röhrenden Motoren 😉
    Beim Stand von 3,5:3,5 war es also an Tofa, den Mannschaftskampf zu
    entscheiden. Und die Partie zog sich. Und zog sich…
    Die Stellung war lange totremis, bis Tofa (Weiß) dem Gegner einen
    (Mehr-)Freibauern auf Reihe 4 überlassen musste. Aber selbst diese
    Stellung konnte er durch Blockieren mit dem Läufer noch halten. Bin mir
    sicher, dass er – wenn überhaupt – nur auf Zeit verloren hätte. Ständig
    angebotene Zugwiederholungen schlug der Gegner natürlich aus. Nach sage
    und schreibe 132 Zügen (wir mussten erstmal einen zweiten Satz
    Partieformulare suchen gehen…), jenseits der 19 Uhr, schaffte es der
    Gegner dann leider doch noch, eine Figur einzusammeln und Tofa musste
    aufgeben (bei Restzeiten von 2 und 4 Minuten). Sehr schade, diese Partie
    hätte Remis ausgehen müssen.

    Die Ergebnisse im Einzelnen (leider hab ich ab Brett 4 die Namen der
    Gegner nicht parat…)

    Gall-Liebig 1
    Toffanello-Jankowski 0
    Raasch-Osvath 0
    Brauner- 0.5
    Töpler- 1
    Dittmann- 0
    Brosius- 0
    Gray- 1

  • 4. Platz beim Verbands-Vierer-Blitz

    Zum wiederholten Male richtete der SV Halver die Vierer-Blitz-Meisterschaften des Verbandes aus. Mit der Aufstellung Sebastian Send, Uwe Eckardt, Olaf Düber und Michael Meinhardt setzten wir uns das hohe Ziel 2. Platz, der zur Qualifikation für die NRW-Meisterschaften berechtigt. Schon in der 2. Runde besiegten wir den Titelverteidiger aus Wickede, leider folgte in der 5. Runde eine unnötige 1,5-2,5 Niederlage gegen den SV Betzdorf-Kirchen, zwei Runden später unterlagen wir dem SV Velmede-Bestwig, wonach wir uns schon fast von unserem Ziel verabschiedet hatten. In den folgenden 7 Runden gaben wir aber nur zwei 2-2 Unentschieden ab und lagen punktgleich mit Betzdorf an der Spitze des Feldes. Dann kam es zum Duell mit der SG Ennepe, die offensichtlich die Stichkampf-Rechnung mit uns begleichen wollte und dies mit einem 3-1 Sieg auch tat. Zwei Runden vor Schluss hatten wir immer noch Chancen auf den 2. Platz, aber zwei weitere Unentschieden gegen den Mescheder „Kindergarten“ und den NRW-Ligisten Kspr. Hagen spülten uns auf den 4. Platz hinter dem Sieger Betzdorf (der sich ohne das Zutun unserer 2. Mannschaft beim Bezirks-Blitz nicht hätte qualifizieren können!), Velmede und Ennepe. Obwohl wir nur an Platz 6 gesetzt waren, überwog doch die Enttäuschung über die verfehlte Qualifikation. Also auf ein Neues im nächsten Jahr. Die Abschlusstabelle gibt es auf der Homepage des Verbandes.

    hagen.jpg

    Sebastian, Olaf und ich bei der Vorbereitung auf die letzte Runde gegen Hagen. Nicht im Bild, da hinter der Kamera: Uwe

  • Schachtag in der City-Galerie Siegen

    In der Ciy-Galerie in Siegen fand heute ein Schachtag statt. Neben Turnieren für Schul- und Betriebsmannschaften war der Höhepunkt ein Simultan von 26 Spielern gegen Großmeister Christopher Lutz. Unter den zahlreichen Spielern aus dem Bezirk versuchten sich auch 2 Vertreter unseres Vereines.

    simultan-lutz1.jpg

    Stefan Töpler und Michael Meinhardt versuchten sich gegen den 2fachen deutschen Meister, bekamen jedoch beide im Endspiel ihre Grenzen aufgezeigt. Trotzdem eine gute Leistung der beiden.

    simultan-lutz2.jpg

    Neben dem Simultanspiel gab es im Basement Die Ausstellung Schachbilderwelten mit sehr schönen Exponaten, viele Infostände mit Dokumenten zur Schacholympiade Siegen 1970 sowie Ausblicken auf die Schacholympiade im November 2008 in Dresden.

    Update: das Simultan endete mit 24.5 – 1.5 für Christopher Lutz. Thomas Hoffmann vom SV Kreuztal konnte seine Partie gewinnen, Jürgen Pramann vom Siegener Schachverein ein Remis erzielen.

    Viele Bilder gibt es in der Bildergalerie : hier klicken

  • Paarungen – Ergebnisse Vereinsmeisterschaft

    Stand: 23.02.2008

    Bitte Termine selbst vereinbaren. Bis Ende Mai müssen alle Partien gespielt sein.

    1 1. Toffanello,Stephan   () – 6.     () –  
    2 2. Mohr,Daniel   () – 5. Töpler,Stefan   () 1 – 0  
    3 3. Meinhardt,Michael   () – 4. Eckardt,Uwe   () –  
     
    1 6.     (0) – 4. Eckardt,Uwe   (0) –  
    2 5. Töpler,Stefan   (0) – 3. Meinhardt,Michael   (0) –  
    3 1. Toffanello,Stephan   (0) – 2. Mohr,Daniel   (1) –  
     
    1 2. Mohr,Daniel   (1) – 6.     (0) –  
    2 3. Meinhardt,Michael   (0) – 1. Toffanello,Stephan   (0) 1 – 0  
    3 4. Eckardt,Uwe   (0) – 5. Töpler,Stefan   (0) –  
     
    1 6.     (0) – 5. Töpler,Stefan   (0) –  
    2 1. Toffanello,Stephan   (0) – 4. Eckardt,Uwe   (0) –  
    3 2. Mohr,Daniel   (1) – 3. Meinhardt,Michael   (1) –  
     
    1 3. Meinhardt,Michael   (1) – 6.     (0) –  
    2 4. Eckardt,Uwe   (0) – 2. Mohr,Daniel   (1) –  
    3 5. Töpler,Stefan   (0) – 1. Toffanello,Stephan   (0) –  
  • Glückliches 4-4 gegen Hemer

    Einen (hoffentlich) wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg aus der Verbandsliga ergatterte die erste Mannschaft gegen den SV Hemer. Dabei waren wir durchaus vom Glück begünstigt. Zunächst remisierte Olaf Düber am vierten Brett nachdem ihm die Eröffnung keine Aussicht auf Vorteil gebracht hatte. Ähnliches traf auf Patrick Scholl zu, der sich im Mittelspiel in ein Figurenopfer flüchtete. Statt der erhofften Initiative und zwei Bauern, brachte es aber nach einem Zwischenzug nur einen Bauern, völlige Passivität und die baldige Aufgabe.

    Ein ungewohntes Bild ergab sich am Spitzenbrett. Sebastian Send stand bedenklich unter Druck und hatte zudem mit Zeitnot zu kämpfen. Seine Gegnerin, die rumänische WGM Carmen Voicu-Jagodzinsky, nutzte dies aus und brachte Sebastian somit die erste (VL)-Saisonniederlage bei.

    Was die „Junge Garde“ (Patrick und Sebastian) vermasselt hatte, mussten die alten Sä…, Pardon, Herren wieder rausreißen. Andreas Piskorz sammelte zwei Bauern ein und tauschte die Damen, sein Gegner Hermann Carnein zeigte sich schnell einsichtig und gab das hoffnungslose Endspiel auf. Den Ausgleich erzielte Frank Mickisch:

    mickisch.jpg

    Im Bild blies Frank mit 1.b4!? Sxb4 2.Sxe7+ Kh8 3.f5 Lxc3 4.fxe6 zum später erfolgreichen Königsangriff.

    Uwe Eckardt kam sehr passiv aus der Eröffnung, sein Gegner Andreas Jagodzinsky opferte zwei Bauern und eine Qualität um den Angriff aufrecht zu erhalten. Uwe verteidigte sich gewohnt furchtlos und einfallsreich, wenn auch vermutlich nicht immer korrekt. In Zeitnot beschränkte Jagodzinsky sich allerdings auf die Wiederherstellung des materiellen Gleichgewichtes, das resultierende Damenendspiel endete schnell mit einem Händedruck – Remis.

    Meine Partie gegen Christian Reinöhl hatte bis zum 17. Zug bekannte Vorbilder, was den Vorteil hatte, dass ich mir auch im Mittel- und Endspiel mal etwas mehr Zeit lassen konnte. So ging es dann taktisch ein wenig hin und her, wobei mir zwischendurch leider ein (wirklich) nicht trivialer Figurengewinn durch die Lappen ging 🙁

    michael.jpg

    Denk: „24…Le5 sieht gut aus, aber nach 25.Sxe6 Txd1+ 26.Txd1 verliert Txe6 wegen 27.Dxf5 De7 28.Te1 Df6 29.Dxf6 gxf6 30. f4. Mist! Was ist also mit 26….Df7? Dann ist 27.Sd4 erzwungen (?!), wonach 27….Td8 den Springer fesselt und gewinnt. OK, also 24…Le5 25.Sxe6 Txd1+ 26.Txd1 Df7.“ So das Ergebnis des 23-minütigen Denkens in obiger Pose. Leider fand mein Gegner 27.f4, wonach es immer noch einen Figurengewinn mittels 27….Lf6 28.Sd4 Td8 29.Dxf5+ Dd7! (den Zug habe ich nicht gesehen) gab. Das nach 27.f4 Dxe6 28.fxe5 Dxe5 entstehende Endspiel endete im 41. Zug mit Remis.

    Wohl und wehe des Kampfes hing nun von der Partie Daniel Mohr gegen Marc Störing ab. Daniel war mit Schwarz ungewöhnlich gut aus der Eröffnung gekommen und hatte ausgeglichen. Im Mittelspiel lehnte er dann ein Remisangebot ab, da wir davon ausgehen mussten, dass Daniel auf Gewinn spielen muss. Daniel erzwang (?) tatsächlich noch eine Schwäche in Form eines isolierten Doppelbauern bei seinem Gegner und versuchte noch seine Bauernmehrheit am Damenflügel in Bewegung zu setzen. Störing verteidigte sich aber akkurat und gemäß der ausgegebenen Parole „Spatz statt Taube“ ging Daniel keine Risiken mehr ein und remisierte zum 4-4.

    Mit 5-7 Punkten stehen wir nun auf Platz 7 der Verbandsliga, aber angesichts des schweren Restprogrammes (Bergneustadt/Derschlag, Letmathe und Siegen) schweben wir weiterhin in akuter Abstiegsgefahr.

    Einen wichtigen 4,5-3,5 Sieg feierte unsere zweite Mannschaft in Betzdorf gegen die dritte Vertretung des Gastgebers. Ihre Partien gewannen Thorsten Raasch, Stefan Töpler und Christian Haßler, Remisen steuerten Stephan Toffanello, Hans-Wolfgang Dittmann und James Gray bei.

    Knapp mit 2,5-3,5 verlor die Dritte gegen Hellertal III. Horst Hartzer und Martin Schneider konnten gewinnen, Walter Jung spielte Remis.