Archiv für die Kategorie 'Mannschaften'

Beginn der freiwilligen Ligen

Montag 1. November 2021 von Michael Meinhardt

Anderthalb Jahre nach den letzten Mannschaftskämpfen startete am Wochenende der freiwillige Spielbetrieb unter der Federführung des Schachverbands Südwestfalen. Dieser Sonderweg des Verbandes mit Unterstützung aller Bezirke bezweckt, dass einerseits ein Spieltrieb angeboten wird, andererseits aber durch etwaige weitere Unwägbarkeiten der Pandemie Auf- und Abstiegsentscheidungen nicht abseits der Bretter getroffen werden müssen. Daher wurden zwei Ligensysteme auf freiwilliger Basis geschaffen, ein Ligensystem mit nahezu normaler Turnierbedenkzeit und ein zweites Ligensystem mit der Schnellschach-Bedenkzeit von 25 Minuten pro Partie zzgl. 30 Sekunden pro Zug. Für den Turnierbetrieb („T-Ligen“) stellt unser Verein zwei Mannschaften, im Schnellschach („S-Ligen“) sind wir sogar mit drei Mannschaften am Start.

Zum Auftakt der T-Ligen musste die erste Mannschaft nach Lennestadt reisen. Aufgrund einer missverständlich beschilderten Vollsperrung machten wir zunächst eine kleine Sauerlandrundfahrt und kamen erst um kurz nach zwei am Spiellokal in Lennestadt-Meggen an. Die Freiwilligkeit der Liga unterstreichend hatten unsere Gastgeber dankenswerterweise gewartet. Vor dem Beginn des Kampfes durchliefen wir die für diese Saison geltenden Routinen des Hygienekonzepts (3G-Nachweis, Kontaktdatenerfassung, Hinweis auf die Maskenpflicht abseits des Brettes), dann ging es mit der Aufstellung Michael Meinhardt, Alex Boyko, Arne Peutz und Daniel Boushmelev erstmals seit anderthalb Jahren wieder im Turniermodus an die Bretter.

Alex am Zug
Arne nicht am Zug

Die Umstellung von impulsivem Ziehen in 2D und längerem Nachdenken mit Notationspflicht in 3D fiel mir leichter, als ich es befürchtet hatte. Zumindest hatte ich durch regelmäßiges Blitzen auf unseren Spielabenden nicht den haptischen Kontakt zu den Figuren verloren, mir war auch noch gegenwärtig, dass ich bei der Rochade auch den Turm selbst ziehen muss, weil er nicht automatisch über den König springt. Ich wählte mit Weiß einen zurückhaltend aussehenden Aufbau, was meinen Gegner dazu veranlasste, durch das Opfer seines e-Bauern selbst aktiv zu werden. Dies öffnete mir allerdings die f-Linie, auf der ich durch einen taktischen Trick über den schwarzen König herfallen und diesen nach 16 Zügen und etwas mehr als einer Stunde zur Strecke bringen konnte.

Kurze Zeit später remisierte Daniel souverän mit den schwarzen Steinen in einer allerdings wenig spannenden Partie.

Ebenfalls mit Schwarz war Alex in eine beengte Lage geraten, die sein Gegner aber mit schlechterer Entwicklung und einem Zentralkönig bezahlte. Alex drang schließlich mit einem Figurenopfer zum gegnerischen König durch und entschied somit den Mannschaftskampf zu unseren Gunsten.

Arne hatte ich mit Weiß eine aktive Stellung erarbeitet, sowohl mit Chancen gegen den schwarzen König als auch mit Spiel gegen den Damenbauern-Isolani. Als die Zeit knapp wurde, hatte Arne die Wahl zwischen dem Isolani und einem Angriff auf den König. Arne entschied sich, den Isolani zu verspeisen, was seinem Gegner aber ungeahnte Aktivität ermöglichte, die Arne schließlich nach einem taktischen Übersehen eine Figur kostete. Ob der direkte Königsangriff erfolgversprechender war, konnte die Analyse nicht abschließend klären.

Die zweite Mannschaft trat mit der Aufstellung Stephan Toffanello, Manuel Johannes, Christian Haßler und Sebastian Schmidt daheim gegen Niederfischbach an.

Durch einen Sieg von Stephan und eine Niederlage von Sebastian stand es schnell 1-1. Christian hatte sich mit Schwarz kompromisslos auf den weißen König geworfen, wurde aber trocken ausgekontert, 1-2.

Weit über vier Stunden dauerte die längste Partie des Tages. Mehrfach wechselte die Stellungsbewertung, bevor Manuel schließlich ein Endspiel mit einem Springer gegen einen Turm verteidigen musste. Sein Gegner stocherte noch lange nach dem Gewinn, aber Manuel hielt das Remis fest. Leider reichte das nicht für den Mannschaftskampf, der mit 1,5-2,5 verloren ging.

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Erster und Dritter Platz beim Bezirks-Viererblitz

Dienstag 11. Februar 2020 von Michael Meinhardt

Am Sonntag fand in der Siegener BlueBox die Blitz-Mannschaftsmeisterschaft des Bezirkes statt. Gesucht wurden vier Teams, die am 15.3. in Kierspe den Bezirk bei den Verbandsmeisterschaften vertreten sollen. Wir schickten drei Mannschaften ins Rennen in der Hoffnung, dass sich zwei unter den ersten vier platzieren. Da sich lediglich acht Mannschaften einfanden, war die Chance darauf sehr hoch.

In der ersten Runde kam es zum großen, vereinsinternen Derby zwischen der ersten Mannschaft (Johannes Karthäuser, Bernd Donner, Olaf Düber, Andreas Piskorz) und der zweiten Mannschaft (Michael Meinhardt, Uwe Eckardt, Alex Boyko, Jan Alhäuser), das die erste Mannschaft mit 3-1 gewann. Die dritte Mannschaft (Daniel Boushmelev, Tim Alhäuser, Yannis Zimmermann, Tom Utsch)  sicherte sich das erste von insgesamt fünf 2-2 Unentschieden.

In den nächsten fünf Runden hielt sich die zweite Mannschaft schadlos, unter anderem gegen die erste Mannschaft des Siegener SV, während die erste Mannschaft ein 2-2 gegen die eigene Dritte abgab und gegen Siegen I verlor. Die Chance zur Herbstmeisterschaft vergab die Zweite im letzten Kampf der Hinrunde, der gegen Siegen II mit 1-3 verloren ging. Dadurch beendeten unsere Erste und Siegen I die Hinrunde punkt- und torgleich vor der Zweiten, wobei der Vorsprung der drei Teams auf den Rest des Feldes schon komfortabel war.

Die Rückrunde begann mit einem 2-2 zwischen der Ersten und der Zweiten, in dem beide Seiten wechselseitig den Sieg ausließen. Die drei Favoriten zogen weiter ihre Kreise, während der Rest des Feldes sich munter die Punkte gegenseitig abnahm. Der nächste Showdown der drei Spitzenteams zwischen Siegen I und der Zweiten endete ebenfalls unentschieden. In der folgenden Runde gewann dann die Erste gegen Siegen I und ebnete damit den Weg für einen Doppelsieg,…. auf dem die Zweite in der letzten Runde durch ein völlig unnötiges Unentschieden – wiederum gegen Siegen II – trotzdem stolperte.

Der Titel ging an unsere erste Mannschaft mit 24-4 Punkten, dahinter folgte Siegen I mit 21-7 Punkten, punktgleich mit der zweiten Mannschaft. Leider fehlte am Ende ein halber Brettpunkt zum zweiten Platz.

Die dritte Mannschaft belegte zwar nur den letzten Platz, was aber nicht der starken Leistung gerecht wurde. Alle vier Spieler agierten deutlich über dem DWZ-Soll und konnten, außer der eigenen Zweiten und Siegen I, jedem Gegner mindestens ein 2-2 abknöpfen. Nur ein Kampf ging mit 0-4 verloren, Siegens Zweite wurde sogar 4-0 bezwungen.

In der Einzelspielerrangliste belegten die acht Spieler der ersten beiden Teams in der Reihenfolge Uwe, Johannes, Olaf, Andreas, Michael, Alex, Bernd und Jan die Plätze 2, 3, 4, 5, 6, 8, 10 und 11.

Den vierten Qualiplatz sicherte sich mit neun Punkten Rückstand auf Platz drei der neue Fusionsverein SSV Burbach.

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Zweite Mannschaft auch in Bergneustadt erfolgreich

Freitag 20. Dezember 2019 von Michael Meinhardt

Aus Bergneustadt berichten Daniel Boushmelev und Uwe Eckardt

Nach unserem Sieg gegen die nominell stärkere Mannschaft aus Drolshagen, konnten wir auch gegen die zweite Vertretung des SV Bergneustadt/Derschlag überzeugen. Auch diesmal waren wir zumindest mit Blick auf die DWZ Zahlen die „Underdogs“. Schließlich hatten wir an den Brettern 2-8 teilweise deutliche Rating Unterschiede zu Gunsten unserer Gegner. Ausserdem mussten wir im Gegensatz zum letzten Kampf auf Daniel Mohr, Manfred und Frank verzichten, was uns etwas geschwächt hat.

Brett 3 und 4
Yannis beobachtet Stefan und Tim

Der Mannschaftskampf begann aufgrund von Fehlen von Spielern leicht verspätet. Das erste von vielen Unentschieden erspielte Arne am zweiten Brett ziemlich früh. Nach dem remisträchtigen Verlauf der Eröffnung (Französisch/Abtauschvariante) landete Arne in einem ausgeglichen Endspiel. Das logische Ergebnis war dann auch die Punkteteilung.

Nachdem etwas Zeit verstrichen ist bot Heinz-Roland seinem Gegner Remis an, welches aber abgelehnt wurde. Nachdem sie etwas weitergespielt hatten einigten sich Heinz-Roland und sein Gegner doch auf den Friedensschluss.

Yannis dagegen steuerte nicht von Anfang an auf den Remishafen zu. Er spielte bis zum 25.Zug gut und stellte seinen Gegner von Anfang an vor Probleme. Nachdem viele Figuren getauscht wurden, kam es zu einem Doppelturmendspiel, welches besser für Schwarz sein sollte. Es entstand folgende Stellung:

Hier zog Yannis 25…c4? (25…Kb7! mit leichtem Vorteil). Der Zug scheint den d Bauern zu gewinnen, leider lässt er jedoch 26.Tc2 zu, welcher den Bauern fesselt, wodurch dieser verloren geht und eine ausgeglichene Stellung entsteht. Ein paar Züge später stand auch hier das Remis fest.

Zwischenzeitlich hatte sich auch Uwe am 1. Brett trotz eines eigenen Mehrbauerns, wegen fehlender Gewinnideen, mit dem halben Punkt begnügt.

Ich selber konnte mit Weiß am Anfang etwas Druck entwickeln. Meine Stellung war zu diesem Zeitpunkt zwar objektiv ausgeglichen, dennoch hatte ich noch etwas Initiative. Mein Gegner hat aber präzise verteidigt und lehnte ein Remisangebot von mir zunächst ab. Nachdem wir etwas weiterspielten wurde die Stellung immer ausgeglichener, worauf dann mein Gegner mir ein Remis anbot, welches ich auch angenommen habe.

Danach kam es zur ersten Entscheidung, welche nicht mit einem Unentschieden endete. Stephan Toffanello spielte eine souveräne Partie und stellte seinen Gegner mit einem verbundenen Freibauernpaar im Zentrum unter starken Druck, worauf sich bei diesem Fehler einschlichen, welche Stephan stark ausnutzte und gewann.

Die vorletzte Partie des Tages konnte dann auch Tim für sich eintscheiden. Nach der Eröffnung konnte Tim zwei gesunde Mehrbauern erobern. Sein Gegner hatte aber immer noch einen gefährlichen Königsangriff:

Objektiv steht Schwarz hier auf Gewinn, dennoch muss er natürlich immer noch aufpassen. Tim hat die Partie danach ziemlich genau abgewickelt und seinen Gegner zur Aufgabe genötigt.

Tim punktet
Tim bei der Verwertung seines Vorteils

Die mit Abstand längste Partie spielte, wie fast immer, Stefan Töpler. Während Bergneustadt nach Punkten hinten lag, bot Stefan seinem Gegner Remis an, welches dieser aufgrund der Matchsituation ablehnte. Danach spielten sie ihre ausgeglichene Stellung etwas weiter, wobei Stefans Gegenspieler etwas Druck aufbauen konnte. Nachdem dann aber Tim gewonnen hatte, war das Match bereits für uns entschieden, worauf Stefans Gegner Remis anbot. Nun war es aber Stefan, der in mittlerweile optisch überlegener Angriffsstellung die Verteidigungsfähigkeiten seines Gegners noch einige Züge überprüfen wollte. Letztlich kam es aber auch hier zu einem friedlichen Ende.

Insgesamt konnten wir damit verdient mit 5:3 gewinnen und stehen damit nach vier Runden auf dem dritten Tabellenplatz! Am 12.01 geht es weiter gegen das nicht zu unterschätzenden Kreuztaler Team, dem das Kunststück gelang die hohen Favoriten aus Drolshagen mit nur 7 Spielern zu besiegen.

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Zweite Mannschaft in der Verbandsklasse angekommen

Montag 18. November 2019 von Daniel Mohr

Ein Ausrufezeichen konnte die zweite Mannschaft am vergangenen Wochenende in der Verbandsklasse Süd setzen. Nachdem der erste Kampf gegen den Abstiegskandidaten Meinerzhagen leider aufgrund vieler Absagen im Vorfeld und Pech an den Brettern knapp verloren ging, und in der zweiten Runde dem in Bestbesetzung angetretenen SV Wiehl ein Unentschieden abgetrotzt werden konnte, ging es in der dritten Runde gegen den klaren Aufstiegsfavoriten Turm Drolshagen.

Die Voraussetzungen waren allerdings diesmal recht gut: schon weit im Vorfeld stand fest, dass wir in diesem Kampf auf alle Topbretter zurück greifen konnten, und eine Woche vor dem Kampf stand dann fest, dass wirklich die gemeldete Top 8 würde spielen können. Damit konnten wir einen DWZ-Schnitt von 1828 an die Bretter bringen.

Vor Ort (endlich) angekommen (einige verirrten sich aufgrund der erst „kürzlich“ [April 2018] eingerichteten Vollsperrung der B55 von Olpe nach Drolshagen) stellte sich heraus, dass wir trotzdem nicht als nomineller Favorit in den Kampf gingen: trotz des Fehlens von zwei Spielern trat uns Drolshagen mit einem DWZ-Schnitt von 1847 entgegen.

Die vorderen Bretter bei der Arbeit

So konnten die Spiele bei optimalen Spielbedingungen im Heimathaus Drolshagen beginnen. Und sie begannen überaus gut für uns: Der Gegner von Uwe an Brett 1 lief promt in eine Eröffnungsfalle und Uwe hatte nach wenigen Minuten einen glatten Bauern mehr, bei Damentausch, schlechterer Bauernstruktur und wenig Aussicht auf Gegenspiel für den Gegner. Die Verwertung dauerte zwar noch eine ganze Weile, aber der erste Punkt war uns damit sicher. Am letzten Brett zeichnete sich zunächst das gleiche Bild ab: Daniel stand auf Gewinn gegen seinen Gegner. Allerdings übersah er dann eine Kombination, die dem Gegner zunächst die Qualität und kurz später auch noch ein Matt brachte.

An Brett 3 hatte unser „Edeljoker“ Manni die Aufgabe, gegen den nominell stärksten Spieler von Drolshagen Andrey Osetrov gegen zu halten. Das tat er im wörtlichen Sinne: gegen den Königsangriff mit Qualitätsopfer nahm er eine Auffangstellung ein, um dann nach kurzem Nachdenken das ihm gebotene Remis anzunehmen, da er selbst auch nicht ohne Risiko weiter auf Gewinn spielen konnte. Leider verlor fast Zeitgleich Arne an Brett 5, der sich in einem ungleichen Läuferendspiel so unglücklich in eine Zugzwangstellung manövrierte, dass der entscheidende Bauer und damit die Partie verloren ging.

Den erneuten Ausgleich konnte ich selber an Brett 2 besorgen: immer etwas gedrückt stehend (also wie immer) gab mir mein Gegner auf einmal die Gelegenheit die Stellnug zu öffnen, gab eine Qualität und fand dann nicht den einzigen Zug, der den Ausgleich wohl noch gehalten hätte (was mir aber auch erst der Computer im Nachhinein verraten hat). Die technische Verwertung gelang mir dann recht schnell: erneuter Ausgleich.

Brett 4 – 8

Tim einigte sich derweil an Brett 7 mit Wolfgang Tietze, dem langjährigem Bezirksvorsitzendem Oberberg, in einer Stellung mit beidseitigen Freibauern und unklarer Bewertung auf Remis. 3 : 3

Uns verblieben mit Frank an Brett 4 und Stefan an Brett 6 zwei Schwarzpartien, welche beide von außen betrachtet ausgeglichen aussahen. Das stimmte uns durchaus schon Positiv. Kurz darauf opferte Stefans Gegner jedoch inkorrekt eine Figur, was uns letztlich auf die Siegerstraße brachte. Zu guter Letzt stellte auch Franks Gegner noch eine Qualität ein. So konnten wir beide Partien noch für uns entscheiden und den Kampf mit 5 – 3 für uns entscheiden!

In der Tabelle sind wir damit jetzt mit 3:3 Punkten im Mittelfeld angekommen. Es geht jetzt weiterhin darum, ausreichend Punkte gegen den Abstieg zu sammeln, aber die beiden „Bonuspunkte“ kommen uns natürlich erstmal ganz recht.

Br. Rangnr. SV Turm Drolshagen 1 Rangnr. SV Weidenau/Geisweid 2 3:5
1 1 Zorn, Alexander 9 Eckardt, Uwe 0:1
2 2 Kroo, Julian 10 Mohr, Daniel 0:1
3 3 Osetrov, Andrey 11 Schneider, Manfred ½:½
4 5 Vishanji, Adrian 12 Mickisch, Frank 0:1
5 6 Kreusch, Frank 13 Peutz, Arne 1:0
6 8 Pfennig, Konstantin 14 Töpler, Stefan 0:1
7 1001 Tietze, Wolfgang 15 Alhäuser, Tim ½:½
8 1002 Schymainski, Robert 16 Boushmelev, Daniel 1:0

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Erste Mannschaft ohne Punktgewinn in der NRW-Klasse

Mittwoch 22. Mai 2019 von Michael Meinhardt

Die allererste NRW-Klassen-Saison der Vereinsgeschichte gestaltete sich leider mindestens genauso schwierig, wie wir es zuvor befürchtet hatten.

Der Start versprach allerdings viel, gegen den ausgemachten Ligafavoriten und späteren Aufsteiger aus Letmathe hatten wir lange ein 4-4 auf der Pfanne, das der Mannschaftsführer aber leider nach mehr als fünfeinhalb Stunden durch einen falschen Sidestep des Königs in ein 3-5 ummünzte. Bernd mit einem schönen Angriffssieg und Frank punkteten voll, Dirk und Olena halb.

Der erste Heimkampf gegen Niederkassel stand unter keinem guten Vorzeichen, zwei Stunden vor dem Kampf musste Johannes krankheitsbedingt absagen, sodass jegliche Vorbereitung dahin war. Leider konnten wir unser Heimdebüt nicht im Geisweider Bürgerhaus feiern, da dieses an dem Tag besetzt war, wichen wir in die Bürgerbegegnungsstätte Unglinghausen aus. Durch den kurzfristigen Ausfall geschwächt, kamen wir nicht in die Nähe eines Mannschaftspunktes, lediglich Olena konnte ihre Partie gewinnen, Sebastian, Dirk und Patrick konnten die drei Spitzenbretter Remis gestalten.

Der dritte Kampf gegen die zweite Vertretung des ehemaligen deutschen Meisters SG Porz verlief ähnlich. Obwohl am Ende „nur“ eine 3-5 Niederlage stand, muss man von einer klaren Niederlage reden. Den einzigen vollen Punkt holte Olaf, Remis spielten Sebastian, Patrick, Bernd und Frank.

Kein Sieg gelang uns beim Krefelder SK Turm, die 2-6 Niederlage war auch in der Höhe verdient. Es remisierten Johannes am Spitzenbrett, Dirk, Bernd und Frank.

Im ersten „richtigen“ Heimkampf im Bürgerhaus Geisweid trafen wir auf den ehemaligen Bundesligisten SF Brackel. Die 3,5-4,5 Niederlage liest sich knapp, aber die Chancen auf einen Punktgewinn waren dennoch gering. Johannes am Spitzenbrett fand sich schnell in seinem Element wieder und gewann eine taktisch sehr komplizierte Partie. Leider gingen die Partien an den Brettern zwei und drei verloren, während Bernd, Olena, Frank, Olaf und ich die restlichen Partien Remis gestalten konnten.

Es folgte die weiteste Auswärtsfahrt für uns, es ging nach Lieme bei Lemgo. Durch eine kurzfristige Absage am Samstag kam Jan zu seinem NRW-Klassen-Debüt, verlor aber leider recht schnell. Für einen vollen Punkt reichte es leider an keinem Brett, es remisierten Patrick, Olaf, Andreas und ich, sodass der Kampf mit 2-6 verloren ging.

Das Heimspiel gegen Schach Nienberge aus dem Münsterland hatten wir im Vorfeld als beste Chance auf einen Sieg ausgemacht, da der Mitaufsteiger über einen ähnlichen DWZ-Schnitt wie wir verfügte. Am Spitzenbrett fuhr Johannes bereits seinen zweiten Sieg ein, wiederum war die Partie taktisch so kompliziert, dass wir Umstehenden kaum etwas verstanden, aber Johannes fand den richtigen Weg zum gegnerischen König. Am dritten Brett konnte Dirk seinen Gegner im Endspiel überlisten, aber da sich zu den beiden Siegen nur noch ein Remis durch Frank hinzugesellte, verloren wir mit 2,5-5,5.

In Lippstadt konnten wir leider keine Partie gewinnen, obwohl unser Ersatzmann Alex Boyko aus der Zweiten einem Sieg nah kam. Seinem Remis gesellten sich Punkteteilungen von Dirk, Frank und Andreas hinzu, wodurch unter dem Strich ein 2-6 stand.

Johannes Karthäuser gegen GM Vlastimil Hort

Der letzte Heimkampf der Saison gegen den Oberhausener SV versprach einen Höhepunkt der Saison, denn seit vielen Jahren bekleidet die Schachlegende GM Vlastimil Hort das Spitzenbrett der Ruhrgebietler. Johannes freute sich auf die wohl einmalige Gelegenheit, sich mit dem mittlerweile 75-jährigen ehemaligen WM-Kandidaten und Nummer sechs der Weltrangliste von 1977 zu messen. Johannes baute eine vielversprechende Angriffsstellung auf, aber Hort verteidigte sich routiniert und fuhr nach einem fehlerhaften Bauernopfer Johannes‘ den Punkt im Endspiel ein.

Leider konnten wir auch gegen Oberhausen keine Partie gewinnen, Remis spielten Dirk, Bernd, Frank und Olaf.

Am Ende der Saison bleiben uns somit neun Niederlagen in neun Mannschaftskämpfen bei 22,5 Brettpunkten. Da wir aufgrund einer Aufstockung der Ligen auf NRW-Ebene in der (dann hoffentlich schwächer besetzten) NRW-Klasse verbleiben, haben wir in der nächsten Saison die Chance, dieses Ergebnis zu verbessern. (mm)

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