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Tim Alhäuser gewinnt erneut Turnier der Schnellschach-Serie

Donnerstag 8. März 2012 von Michael Meinhardt

Bereits zum vierten Mal konnte Tim Alhäuser das monatliche Turnier der Jugend-Schnellschach-Serie mit der optimalen Ausbeute von 5 Punkten für sich entscheiden. Insgesamt sechs Jugendliche hatten sich am Samstag zur März-Ausgabe der Serie eingefunden. Nach drei Runden hatten Tim und Alexander Schwier (C4 ChessClub) jeweils 3 Punkte auf dem Konto. Im direkten Duell in der vierten Runde verwertete Tim sicher einen Mehrbauern im Turmendspiel und hielt Alexander somit in der Gesamtwertung auf Distanz.

Impressionen vom Turnier:

Kreuztabelle im Schweizer-System nach der 5. Runde
Nr.Teilnehmer123456PunkteBuchh
1.Alhäuser,Tim**111115.010.0
2.Schwier,Alexander0**11114.011.0
3.Neuwirt, Daniel00**1113.012.0
4.Surendran, Sai Agash000**112.013.0
5.Boushmelev, Daniel0000**11.014.0
6.Ziel,Alexander00000**0.015.0


Dritter und somit Sieger der B-Gruppe wurde Daniel Neuwirth, der somit in der Gesamtwertung der DWZ-losen Spieler die Führung von Sai Agash Surendran übernahm. Sai Agash belegte Platz vier vor Alex Ziel und Daniel Boushmelev.
Das nächste Turnier findet am Ostersamstag, den 7.4.2012 statt. Neben den üblichen Pokalen gibt es dann auch Osterüberraschungen zu gewinnen.

Hoch die Pokale! Bei der Siegerehrung v.l. Tim Alhäuser, Sai Agash Surendran, Daniel Boushmelev, Alexander Schwier, Daniel Neuwirt, hinter der Kamera: Uwe Eckardt

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Weiße Weste für die Erste, rote Laterne für die Zweite, graues Mittelmaß für die Dritte

Freitag 17. Februar 2012 von Michael Meinhardt

Durch ein souveränes 5,5-2,5 gegen die zweite Mannschaft unseres Nachbarn aus Siegen und der gleichzeitigen, überraschenden Niederlage des Hauptkonkurrenten Morsbach in Hellertal ist der Aufstieg in die Verbandsliga greifbar nah.

Dicht umlagert: Das vierte Brett während der Zeitnot.

Der Kampf in Siegen lief schnell in die gewünschte Richtung. Am siebten Brett hätte Manfred Schneider gegen Jan-Konrad Wied bereits im sechsten oder siebten Zug mit dem Seekadettenmotiv einen Bauern gewinnen können. Er zog aber die Abwicklung in eine positionell gewonnene Stellung vor. Nach etwa 15 Zügen traten sich Wieds Figuren am Königsflügel gegenseitig auf die Füße, während Mannis Puppen über das ganze Brett wirkten. Der entscheidende Mattangriff am Damenflügel ließ nicht lange auf sich warten, 1-0.
Ähnlich einseitig verlief die Partie zwischen Olaf Düber und Jürgen Pramann am sechsten Brett. Olaf gewann mit Schwarz schnell einen Zentrumsbauern und breitete sich dort dann mit e5 und d5 aus. Über die b-Linie kam Olaf mit einem Turm ins Spiel und zwang Pramann sogar dazu, seine Dame auf h2 zu parken. Nach einem Fehler, der zwei Leichtfiguren gegen einen Turm kostete, gab Pramann auf, 0-2. Olaf notiert somit als unser Topscorer bei 5,5/6.
Einen Rückschlag erfuhren wir überraschend an Brett drei. Andreas Piskorz opferte gegen Rolf Klüser ausgangs der Eröffnung einen Bauern, um mit seinem Läuferpaar Klüsers König unter Druck zu setzen. Als zu optimistisch erwies sich aber Andreas‘ schnell folgendes Qualitätsopfer, das Klüser mit einigen genauen Verteidigungszügen widerlegte. Unter Rückgabe der Qualität wickelte Klüser in ein gewonnenes Endspiel ab, 2-1.
Eine neue Eröffnungskreation servierten Uwe Eckardt und Matthias Schmidt am zweiten Brett: den spanisch angetäuschten Italiener. Es entwickelte sich ein zähes positionelles Ringen um starke und schwache Felder, offene Linien und andere langweilige Stellungsmerkmale. Im 26. Zug bot Schmidt Remis. Da Uwe die Stellung als schlechter für sich einschätzte und der Kampf ein Weiterspielen nicht erforderte, nahm er an, 2,5-1,5.
Ein Spiel auf ein Tor gab es am achten Brett zwischen Frank Mickisch und Heinz Feuring zu bewundern. Frank übernahm schnell die Initiative und sammelte positionelle Vorteile wie Patrick Schachbücher. Größere Aktivität aller Figuren im Vergleich zu ihren weißen Gegenspielern, starkes Läuferpaar, gedeckter Freibauer auf c4, Beschuss des rückständigen Bauern auf a3, Androhung eines Angriffs auf die geschwächte weiße Königsstellung. Die Partie endete zwar abrupt mit einem einzügigen Einsteller Feurings, aber das Ergebnis war lange vorher absehbar, 3,5-1,5.
Nicht absehbar war das Ergebnis an Brett vier. Auch hier konnte Patrick Scholl mit Schwarz gegen Bruno Bolte schnell die Initiative übernehmen und diese sogar in einen Bauerngewinn ummünzen. Untypisch für ihn verlor er danach aber den Faden und verbrauchte sehr viel Bedenkzeit. Im Zeitnotduell stellte er zunächst den Bauern wieder ein und ließ dann zu allem Überfluss noch zu, dass Bolte mit Dame und Turm auf die siebte Reihe eindrang und unabwendbare Mattdrohungen aufstellte, 3,5-2,5.

Das Unheil droht auf der siebten Reihe: Bruno Bolte gegen Patrick Scholl

Meine Partie am fünften Brett gegen Günter Jopp verlief auch nicht wie aus einem Guss. Im Mittelspiel wählte ich einen verfehlten Plan, der in der Schaffung eines starken Freibauern auf c5 gipfelte. Leider war dieser so schwach, dass er schon nach wenigen Zügen nicht mehr zu retten war. Glücklicherweise bekam ich im Austausch Jopps b-Bauern zu fassen, sodass sich mein Nachteil lediglich in Jopps Kontrolle über die einzige offene Linie beschränkte. Jopp schwenkte zwischenzeitlich mit seinen Schwerfiguren um und gab mir die Gelegenheit, die c-Linie zu besetzen. Nach der Abholzung aller Schwerfiguren entstand bei statischer (weiße Bauern auf schwarz, schwarze Bauern auf weiß) Bauernstruktur im Zentrum das Endspiel guter, weißfeldriger Läufer meinerseits gegen schlechten, weißfeldrigen Läufer seinerseits. An einer Stelle verpasste Jopp die für ihn günstige Aktivierung seines Läufers und damit die letzte Remischance, 4,5-2,5.

Der Berichterstatter während der Partie. Offensichtlich noch nicht zufrieden.

Den Schlusspunkt setzte Sebastian Send am Spitzenbrett gegen Reinhard Radtke. Obwohl er selbst kurz rochiert hatte, griff Sebastian dort Radtkes König an und installierte in der Zeitnotphase den „Sargnagel“ in Form eines Bauern auf g6. Trotz Damentausch entschied ein auf diesen Bauern gestütztes Mattmotiv, das Sebastian schließlich eine Mehrfigur einbrachte, 5,5-2,5.

Sebastian Send gegen Reinhard Radtke: Es folgt der Pfahl im Fleische, 39.g6!


Etwas später hatten sich schon mehr Kiebitze gesammelt (v.r.n.l): Horst Heberer, Olaf Düber, Frank Mickisch, Hans-Jürgen Orthmann und der Mannschaftsführer.

Aus den letzten drei Kämpfen gegen Hellertal, Lindlar und Lennestadt brauchen wir nun noch drei Mannschaftspunkte für den angepeilten Aufstieg.
Eine weitere unglückliche Niederlage musste die zweite Mannschaft hinnehmen. Zunächst sah es noch gut aus, Heinz-Roland Send gewann kampflos, Martin Reinschmidt siegte am Brett, Martin Schneider und Dominik Marx remisierten. Leider verloren danach Stefan Töpler, Werner Brauner, Hans-Wolfgang Dittmann und James Gray. Nun wird es langsam eng in puncto Klassenerhalt, Hoffnung macht allerdings die Tatsache, dass die Zweite an den letzten drei Spieltagen ausschließlich auf direkte Konkurrenz trifft und es somit selbst in der Hand hat, die Bezirksliga zu halten.

Die entscheidende Partie zu Ungunsten der Zweiten: James Gray gegen Hubert Rademacher.

Nach der Herbstmeisterschaft geht der dritten Mannschaft langsam die Puste aus. Gegen die dritte Mannschaft des SV Betzdorf-Kirchen verlor man nun schon zum zweiten Mal in Folge mit 0-4 und fiel somit auf den vierten Platz in der Kreisliga zurück.

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Erste Mannschaft weiter auf Aufstiegskurs

Mittwoch 18. Januar 2012 von Michael Meinhardt

Nach einem zwischenzeitlich etwas wackligen 5-3 Sieg gegen den Verfolger aus Kierspe bleibt die erste Mannschaft (nach Verlustpunkten) an der Spitze der Verbandsklasse.
Durch die Niederlagen von Andreas Piskorz und Patrick Scholl lagen wir nach etwa drei Stunden mit 0-2 zurück. Andreas war in der Eröffnung mit seinen schwarzen Damenflügelbauern losgesprintet, was aber auf Kosten seiner Entwicklung ging. In einem taktischen Schlagabtausch rechnete sein Gegner Klaus Theunissen einen Zug weiter, sodass Andreas anstatt mit einer Mehrqualität mit einem Turm gegen zwei Figuren verblieb. Theunissen tauschte die Damen, koordinierte seinen Mehrbesitz und räumte Andreas’ Bauern komplett ab, 0-1.
Kurios verlief die Eröffnung an Brett vier zwischen Patrick und Dominik Rode. Während Rode das Springermanöver 7…Sg8-f6 8…Sf6-g8 auspackte, konterte Patrick mit 8.f2-f3 9.f3-f4. In der Folge schwächte Patrick die lange, weiße Diagonale erheblich und auch die weiße Königsstellung am Damenflügel erwies sich als zu löchrig. Rode öffnete die a-Linie und erlangte starken Angriff, Patricks Dameneinsteller beendete die Partie dann sogar einzügig, 0-2.

Patrick Scholl (rechts) und Dominik Rode vor (oben) und nach 26.Dxd6?

Den Anschluss erzielte Uwe Eckardt am zweiten Brett gegen Falk Menz. Auch hier verlief die Eröffnung (für Uwe gewohnt) unorthodox, was an Menz’ Zeitverbrauch zu erkennen war. Um den Druck auf seine Königsstellung abzuwehren, opferte Menz die Dame gegen Turm und Springer, aber nach einem weiteren Übersehen, das einen Bauern und den letzten Rest Königssicherheit kostete, drang Uwes Angriff doch noch durch, 1-2.
Nach seinem lehrreichen Bauernendspiel im letzten Kampf war Olaf Düber scheinbar auf den Geschmack gekommen und holzte an Brett sechs gegen Torsten Ellend in den ersten 20 Zügen schon alles störende Material ab. Das entstandene Bauernendspiel schätzte Olaf als gewonnen ab und präsentierte uns nachher in der Analyse auch einen stichhaltigen Plan. Leider wich er an einer Stelle von diesem Plan ab, was Ellend eine Remisabwicklung ermöglichte. Dass er die Partie im letzten Zug doch noch weg schmiss, wurde erst daheim am Rechner entdeckt, 1,5-2,5.

Auf die hinteren Bretter ist Verlass: 6,5 aus 8 in dieser Saison für Frank (links) und Manni!

Kurz nach der Zeitkontrolle sorgten Manfred Schneider und Frank Mickisch an den beiden hinteren Brettern für unsere Führung. Manni baute sich an Brett sieben gegen Dirk Holler für meinen Geschmack etwas zu passiv auf, aber Holler verzichtete auf den einengenden Bauernvorstoß e4-e5, was sich bitter rächen sollte, denn Manni nutzte die weiße Leichtfigurenkonstellation Ld3, Sf3, Sc4 zum forcierten Figurengewinn 13…fxe4 14.Lxe4 d5. In der Folge versuchte Holler noch sein Glück am Königsflügel, aber Manni verteidigte sich erfolgreich und brachte das Mehrmaterial nach Hause, 2,5-2,5.
Auch Frank erhielt im Laufe des Mittelspiels klaren Vorteil, jedoch positioneller Art. Sein Gegner Johannes Damen musste sich an seinen rückständigen Bauern auf d6 klammern, wodurch Frank freie Hand für Aktivitäten auf beiden Flügeln erhielt. Die Entscheidung fiel dann am Königsflügel, der zuvor von Damen entscheidend geschwächt worden war, 3,5-2,5.
Ein Punkt aus zwei Partien war nun also die Aufgabe für Sebastian Send und mich. Ich schielte dabei hoffnungsvoll an Brett eins auf Sebastians bessere, aber komplizierte Stellung, hatte ich doch selbst an fünf gegen Ralf Schürmann ein Turmendspiel mit Minusbauer zu verteidigen. Dass ich dieses überhaupt erreichte, war schon unverschämtes Glück. Als Resultat einer schwachen Eröffnungsbehandlung hatte ich mich im Mittelspiel gegen das Läuferpaar in einer offenen Stellung zu verteidigen, außerdem waren meine Bauern auf e5 und b5 schwach. Zwischenzeitlich stellte ich sogar einzügig einen Läufer ein, aber weder Schürmann noch ich bemerkten dies. Schürmann gewann schließlich den Bauern auf e5, gab aber dafür sein Läuferpaar ab und tauschte sogar unnötig die Damen. Im Turmendspiel wurde schnell der Damenflügel komplett von störendem Material befreit, mit drei gegen zwei Bauern am Königsflügel konnte ich dann tatsächlich Remis halten, 4-3.
Trotz des engen Spielstandes konnten wir die letzte laufende Partie recht entspannt betrachten. Stephan Irrgang hatte gegen Sebastian einen Bauern geopfert, um dem schwarzen König am Damenflügel zu Leibe zu rücken. Sebastian behielt aber auch in Zeitnot die Übersicht und erzwang etwas später den Damentausch. Danach war es ein Spiel auf ein Tor, Sebastian vermehrte den Materialvorteil und gewann sicher, 5-3.

Sebastian macht den entscheidenden Punkt.

Durch die Niederlage im zweiten Topspiel gegen Morsbach hat sich unser Nachbar aus Kreuztal wohl aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Unser schärfster Verfolger sind nun die Morsbacher, die wir aber bereits besiegen konnten.

Den ersten Punkt in der Bezirksliga machte unsere zweite Mannschaft. Dabei war gegen Hellertal II durchaus mehr drin. Nach Siegen durch Stefan Töpler (kampflos), Heinz-Roland Send und Martin Reinschmidt, sowie zwei Remisen durch Werner Brauner und Roland Brosius (oben im Bild) führte man mit 4-3, die letzte Partie an Brett sechs, ein hochkompliziertes Endspiel zwischen James Gary und Werner Weber musste die Entscheidung bringen. Leider konnte James den gegnerischen Freibauern nicht aufhalten und gab auf, 4-4. Da die Konkurrenz punktete, steht die zweite Mannschaft weiterhin auf dem Abstiegsplatz in der Bezirksliga.

Großes Interesse an der entscheidenden Partie zwischen James Gray (rechts) und Werner Weber.

Den Platz an der Sonne der Kreisliga musste leider die dritte Mannschaft räumen. Gegen den Verfolger Betzdorf-Kirchen II setzte es eine klare 0-4 Niederlage.

Links die dritte Mannschaft mit Jan Alhäuser, Laurin Göb, Andreas Schöning und Horst Hartzer.

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Herbstmeisterschaft für Erste und Dritte, Abstiegskampf für die Zweite

Mittwoch 14. Dezember 2011 von Michael Meinhardt

Durch einen überdeutlichen 7,5-0,5 Sieg in Bad Berleburg hat die erste Mannschaft ihre Ambitionen auf den Aufstieg nochmals unterstrichen und führt nun verlustpunktfrei die Tabelle der Verbandsklasse Süd an.
Zu unserer Überraschung trat der personell arg gebeutelte Gastgeber gegen uns tatsächlich vollständig an. Dennoch gingen wir schnell in Führung. Am achten Brett verpasste Manfred Schneider seinem Gegner Norbert Großmann schon nach wenigen Zügen einen isolierten Doppelbauern auf der f-Linie, der zudem den bereits kurz rochierten König Großmanns freilegte. Manni beschoss den vorderen f-Bauern, sodass Großmann sich beim Versuch diesen zu decken verdribbelte und sich einen Läufer fangen ließ. Nach ein paar Zügen folgte ein ganzer Turm und die Aufgabe, 1-0.

Lustige Analyserunde mit Sebastian, Andreas, Patrick, Norbert Großmann und (von der eigenen Hand verdeckt) Florian Meznar

Auch am siebten Brett gelang uns ein deutlicher Sieg. Daniel Mohr hatte zwar in der Eröffnung mit Weiß seinen Königsflügel etwas geschwächt, aber im Bestreben dies auszunutzen lockerte auch Hartmut Hof seine Königsstellung bedenklich. Die schwarzen Springer vergaloppierten sich am Königsflügel, Hof sah sich sogar gezwungen, einen Rappen zu opfern. Daniel hatte das Opfer kommen sehen und präsentierte schnell die Widerlegung in Form eines erzwungenen Damentausches. Auf dem Weg ins Endspiel ging Hof noch ein Turm verloren, 2-0.
Am dritten Brett traf Andreas Piskorz auf Olaf Rothberg. Wie gewohnt baute Andreas sich mit Weiß scheinbar vorsichtig auf, konnte aber dennoch schnell die Initiative erlangen (Ich weiß auch nicht, wie er das immer schafft!). Rothberg musste einen Bauern geben, rettete sich aber in ein Endspiel mit jeweils Turm und ungleichfarbigen Läufern. Als Andreas noch den Turmtausch zuließ, war das Endspiel nicht mehr zu gewinnen, 2,5-0,5.
Kurz vor der Zeitkontrolle war der Mannschaftserfolg sicher. Zunächst konnte Sebastian Send am Spitzenbrett Denis Grigorian besiegen. Sebastian fraß in der Eröffnung riskant einen Bauern auf g7 und handelte sich damit Entwicklungsrückstand ein. Grigorian opferte noch eine Figur, um Sebastians König in der Mitte festzuhalten, aber Sebastian verteidigte sich umsichtig. Als der Damentausch unausweichlich wurde, gab Grigorian auf, 3,5-0,5.
Kurze Zeit später gewann auch Uwe Eckardt an Brett zwei seine Partie gegen Vladimir Spies. Uwe hatte sich mit Schwarz im Zentrum und am Damenflügel Raumvorteil erarbeitet, aber Spies hielt am Königsflügel dagegen und opferte sogar einen Springer, um die h-Linie gegen Uwes König zu öffnen. Aber Uwe verteidigte sich erfolgreich und konnte den Angriff abschlagen. Spies opferte in Zeitnot einen weiteren Turm, aber Uwes König konnte entwischen, 4,5-0,5.

Patrick Scholl trotzt dem harten Wittgensteiner Winter und den Angriffsversuchen von Florian Meznar

Dies war das Signal für Patrick Scholl an Brett vier, das von Florian Meznar ausgesprochene Remisangebot abzulehnen. Patrick hatte schnell in der Partie die Damen und weißfeldrigen Läufer getauscht, was ihm in der entstandenen, geschlossenen Bauernstruktur gute Chancen auf Vorteil versprach. Er eroberte die Basis der weißen Bauernkette und schien einem sicheren Sieg entgegenzusteuern. Da Meznar seinen systemgemäßen Bauernvorstoß am Königsflügel ebenfalls realisieren konnte, wurde es nochmal eng, aber Patrick brachte unter Figurenopfer die verbundenen Freibauern am Damenflügel ins Ziel. Held der Partie war Patricks Damenspringer der mit a6, a8 und a2 drei Randfelder sah, aber seltsamerweise auf jedem davon gut stand, 5,5-0,5.

Die beiden letzten Partien, links Olaf gegen Emil Nathe, rechts Michael gegen Igor Khess

Etwas mehr Glück brauchte Olaf Düber am sechsten Brett, um seine 100%-Saisonbilanz zu erhalten. Die ganze Partie über war er klar am Drücker, aber Emil Nathe verteidigte sich geschickt. Als Olaf keine Möglichkeiten mehr sah, seinen Angriff zu verstärken, wickelte er in ein eigentlich remises Damenendspiel ab. Aber Nathe erzwang den Damentausch und alle Awerbach-gestählten Endspielexperten um das Brett herum wähnten ihn ob eines entfernten Freibauern auf der Siegerstraße. Es gab auch einen Gewinnweg, allerdings wurde dieser trotz umfangreicher Analyse erst vom Rechner entdeckt. Nathe wählte aber eine Abwicklung, in der Olaf ihn nach dem gegenseitigen Verspeisen der Freibauern am Königsflügel sogar noch am Damenflügel austempieren und das Endspiel gewinnen konnte, 6,5-0,5.
Somit war es wieder mal der Berichterstatter, der die letzte Partie spielte. Gegen Igor Khess hatte ich schon früh im Mittelspiel durch diverse Abtausche die Weichen für ein langwieriges(-weiliges) Endspiel gestellt. Der dabei entstandene Freibauer auf d6 erwies sich zwar als nicht sehr gefährlich, aber die Zeit, die Khess benötigte um diesen einzukreisen, nutze ich für eine Aktivierung meiner Figuren. Durch einen weiteren Abtausch drehte ich Khess noch einen Isolani auf d5 an und lehnte beim Stand von 4,5-0,5 sein Remisangebot ab. Ich tauschte das letzte Turmpaar, da ich mir im Springerendspiel gute Chancen ausrechnete, Schwarz in Zugzwang zu bringen. Dafür blockierte ich zunächst die schwarzen Bauern am Königsflügel und griff den Isolani mit Springer und König an, sodass dieser auch von Springer und König gedeckt werden musste. Dadurch wurde der schwarze a-Bauer gezwungen, bis nach a3 vorzustoßen, wo er dann leichte Beute meines Springers wurde. Khess übersah dann noch den Übergang in ein leicht gewonnenes Bauernendspiel und gab auf, 7,5-0,5.

Kalt wars! Im Bild konnte ich mich für 46.g4 erwärmen

Somit geht die erste Mannschaft mit zwei (Minus-)Punkten Vorsprung auf Morsbach, Kreuztal und Kierspe in die Weihnachtspause. Am 15. Januar empfangen wir dann Kierspe zum Topduell.
Das andere Ende der Bezirksliga-Tabelle ziert leider weiterhin die zweite Mannschaft. In Gosenbach reichte es nur zu 2,5 Brettpunkten, erzielt an den drei ersten Brettern durch Stephan Toffanello, Heinz-Roland Send und Stefan Töpler, wobei Letzterer remisierte. Da die zweite Mannschaft erst im kommenden Jahr auf die direkte Konkurrenz um den Klassenerhalt trifft, bin ich immer noch zuversichtlich, dass die Zweite im nächsten Jahr das 20-jährige Bezirksliga-Jubiläum feiern kann. Hoffentlich erleben wir hier keinen „Hertha-Effekt“.
Den ersten Punktverlust musste die dritte Mannschaft in Haiger gegen die dritte Mannschaft des C4 ChessClubs hinnehmen. Nach Siegen durch Andreas Schöning (sechszügige Mattkombi!) und Laurin Göb und Niederlagen von Daniela Seliger und Florian Schnutz hieß es am Ende 2-2. Dennoch geht auch die dritte Mannschaft als Tabellenführer ins neue Jahr.

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Guter Start für die Jugendmannschaft

Donnerstag 1. Dezember 2011 von Michael Meinhardt

Sieben Teams aus vier Vereinen machten sich am Samstag auf den Weg zum ersten Turnier der Jugend-Bezirksliga nach Herdorf. Neben unseren fünf Jugendlichen (Laurin Göb, Tim Alhäuser, Gisbert Seelbach, Jan Alhäuser und Daniel Neuwirt) traten noch der Gastgeber, drei Mannschaften aus dem benachbarten Betzdorf-Kirchen und zwei Vertretungen des C4 ChessClubs aus Haiger an.
In der ersten Runde besiegten wir den C4 ChessClub II sicher und souverän mit 4-0. Das 4-0 in der zweiten Runde gegen die DJK Herdorf hingegen war etwas glücklicher. Während Gisbert und Daniel hinten schnell gewannen, sah es bei Laurin und Tim zwischenzeitlich nicht gut aus, aber beide konnten unter Mithilfe ihrer Gegner dennoch voll punkten. Auch in der dritten Runde gegen Betzdorf-Kirchen II sah es lange nach dem nächsten 4-0 aus, aber Jan zog es in deutlicher Gewinnstellung vor, seinem Gegner ein Remis zu schenken.
Es folgte das erste Duell um die Spitze gegen die erste Mannschaft aus Betzdorf-Kirchen. Mit einer hervorragenden Partie brachte uns unser Neuzugang Daniel am vierten Brett in Führung, Tim legte an Brett zwei nach, aber Gisbert musste sich geschlagen geben und auch bei Laurin sah es schlecht aus. Sein Gegner übersah allerdings Laurins einzige Drohung in der Partie und ließ sich auf g2 mattsetzen, wodurch wir mit 3-1 gewannen.

Nach unserer Freirunde sahen wir uns der favorisierten ersten Mannschaft des C4 ChessClubs gegenüber, die wie wir bis dato alle Kämpfe gewonnen hatte. An allen vier Brettern entwickelten sich spannende und hochinteressante Partien, in denen wir aber leider an den Brettern zwei, drei und vier den Kürzeren zogen. Laurins sensationeller Sieg am ersten Brett gegen Nils Fehrensen hatte somit keinen Einfluss mehr auf den Kampf.
Somit stand bereits vor dem letzten Kampf gegen Betzdorf-Kirchen III, der schnell mit 4-0 gewonnen wurde fest, dass wir den Pokal für den zweiten Platz mitnehmen durften.
Beim nächsten Turnier am 4.2.2012 in der Siegener BlueBox gilt es nun, weitere Punkte für die Gesamtwertung zu sammeln.

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