Neuigkeiten:

  • Sensationssieg der ersten Mannschaft

    Denkbar ungünstig waren die Voraussetzungen für den Auftaktkampf der ersten Mannschaft gegen die Schachvereinigung Plettenberg, den Topfavoriten um den Aufstieg in die NRW-Klasse. Von den 11 Spielern im Kader mussten 5 absagen, wir benötigten also doppelte Unterstützung aus der zweiten Mannschaft. Dadurch vergrößerte sich die Favoritenstellung des Gastes, obwohl dieser immerhin auf die Dienste seines weißrussischen GMs Kupreitschik verzichtete.
    Aber nach etwa zwei Stunden gingen wir in Führung! Am zweiten Brett hatte Uwe Eckardt in der Eröffnung eine Figur für drei(edit im Auftrag von Uwe: Es waren zunächst nur zwei Bauern, der dritte kam erst später dazu.) Bauern geopfert, nach zwei kapitalen Fehlern seines Gegners Dirk König hatte Uwe die Figur wieder, die Mehrbauern blieben, die Aufgabe folgte.
    Kurz vor der Zeitkontrolle verwertete Andreas Piskorz an Brett fünf den Mehrbauern, der ihm im Mittelspiel zugeflogen war, in die 2-0 Führung.
    Am Tag vor dem Kampf hatte ich Patrick Scholl krumme Eröffnungen und spekulative Opfer verboten, woran er sich auch tatsächlich hielt und einen positionell sauberen Erfolg einfuhr.
    Ganz im Gegensatz zu Daniel Mohr, der nach der Eröffnung eine positionelle Ruine zu verwalten hatte. Innerlich hatte er sich schon von der Partie verabschiedet, doch in aufkommender Zeitnot verlor sein Gegner Dawid Kulik total den Faden, sodass Daniel taktische Gegenchancen bekam, die er zum entscheidenden Mattangriff nutzte. 4-0!!! Ich dachte, ich bin im falschen Film! Schon ein 4-4 hätten wir vor dem Kampf als Riesenerfolg angesehen, aber nun wollten wir natürlich mehr. Ich leistete dazu leider keinen Beitrag. Nachdem ich in der Eröffnung die Varianten verwechselt hatte, musste ich einen Bauern opfern, für den ich allerdings keine Kompensation erhielt. Ich versuchte noch mein Glück mit ein paar simplen Drohungen am Königsflügel, was mich aber lediglich noch zwei weitere Bauern kostete, sodass ich nach erfolgter Zeitkontrolle das Handtuch warf.
    Unser erster Ersatzmann Stephan Toffanello hatte eine Qualität geopfert und erhielt dafür einen Riesenläufer in der Königsstellung seines Gegners Frank Wichmann. Leider schaffte er es nicht, mit der Dame entscheidend nachzurücken, Wichmann drang mit den Schwerfiguren schneller zum König vor und setzte Matt.
    Auch unsere Punktemaschine der letzten Saison, Sebastian Send, musste nach mehr als einem Jahr wieder eine Niederlage einstecken. Trotz guter Stellung war in Zeitnot ein Bauer abhanden gekommen, das folgende Turmendspiel gewann sein Gegner Max Bouaraba sicher.
    Nun kam alles auf die letzte Partie an. Schon seit Stunden hatten Stefan Töpler und Manfred Nölke an Brett 8 ein remises Doppelturmendspiel auf dem Brett, das Nölke mit Schwarz für Plettenberg aber unbedingt auf Gewinn spielen musste. Es entwickelte sich ein Wettrennen der Freibauern, Stefan lief am Damenflügel, Nölke am Königsflügel. Der schwarze Bauer war tatsächlich schneller zur Umwandlung bereit, aber Stefan hätte ihn auf h2 verhaften können, woraufhin Nölke nur noch durch das Kombinieren von Turmschachs und dem Angriff mit dem Turm auf den c-Bauern hätte remisieren können. (wKb6, Td2, Ba4, c7; sKg1, Tc3, Bh2, a5). Stefan überlegte eine gefühlte Stunde an Txh2 und so langsam dämmerte es uns: Stefan rechnete an der Zugumstellung 1.Kb7 (um den c-Bauern zu unterstützen) h1D 2.Td1+ Kg2 3. Txh1 Kxh1 4.c8D mit Gewinn. Leider würde dies daran scheitern, dass Schwarz im ersten Zug mit Schach in eine Dame umwandelt, den c-Bauern aufhält und gewinnt! Tatsächlich zog Stefan 1.Kb7?? und Nölke, der nur noch über 4 Minuten Bedenkzeit verfügte, antwortete ad hoc 1…Tb3+??. Kollektives Aufatmen auf unserer Seite, aber es ging noch weiter: 2.Kc6?? Tc3+?? Ob Stefan hier Lunte roch oder die lange Diagonale nur zufällig nach d7 verließ, entzieht sich meiner Kenntnis, jedenfalls ist die Stellung nun gewonnen für Weiß und nochmal ließ Stefan keine Luft rein. 5-3!!! Diese Partie hat mich Jahre meines Lebens gekostet, den weiteren Anwesenden beider Seiten geht es wahrscheinlich ähnlich. Ich befürchte allerdings, dass wir in diesem Kampf unser Glückskonto für diese Saison schon überzogen haben und uns die restlichen Punkte zum Klassenerhalt sauber erspielen müssen.

    The lucky one
    Das ist nach 1.h2xg3 Tg8(nicht im Bild)xg3 die Stellung, die Stefan in seinem Kommentar erwähnte. Die große Show startete nach 2.c7 Tc3 3.Kb6 h2….. Da war Uwe aber zu nervös zum Fotografieren.

  • 3. Blitz-Grand-Prix

    Am nächsten Freitag, den 18.9.09 beginnt die dritte Blitz-Grand-Prix-Serie des SV Weidenau/Geisweid. Anmeldeschluss ist um 19.45 Uhr, Turnierbeginn 20 Uhr. Das Startgeld beträgt 2 Euro, die in den Gesamt-Jackpot wandern. Spieler anderer Vereine sowie Vereinslose sind herzlich Willkommen.

  • Halbfinale im Vierer-Pokal erreicht

    Mit nur einer Mannschaft nahmen wir am Sonntag an der ersten Runde des Vierer-Pokals in Betzdorf teil. Insgesamt meldeten nur sechs Vereine sieben Mannschaften für die erste Runde, im Vergleich zur letzten Saison eine glatte Halbierung.
    Wir bekamen mit der zweiten Mannschaft des Siegener SV eine Wundertüte zugelost, in der sich in den vergangenen Jahren häufig auch der eine oder andere Spieler der Verbandsliga-Mannschaft des Nachbarvereins befand. Glücklicherweise hatte man diesmal darauf verzichtet, sodass wir an jedem Brett mit mehr als 300 DWZ-Punkten favorisiert waren. Entsprechend einseitig verlief der Kampf, Stephan Toffanello umzingelte und eroberte den weißen(!) Be5 von Bezirkslegende Günter N. und drang danach entscheidend zum König durch. Ich selbst kam trotz frühem Damentausch klar vorteilhaft aus der Eröffnung, sodass mein Gegner im Mittelspiel einen Bauern opfern musste, um sich überhaupt noch bewegen zu können. Den Mehrbauern transportierte ich ins Endspiel, was ich sicher mit Springer gegen Läufer unter Ausnutzung eines Zugzwangmotivs gewann. Uwe Eckardt lockte die Schwerfiguren des Bezirksspielleiters mittels Bauernopfer ins Abseits, um über den gegnerischen König herzufallen. Leider brachte er es dann nicht übers Herz, seinen Lieblingsspringer auf d5 oder einen Zug später b5 zu opfern, sondern überführte selbigen via d1 und e3 nach f5, von wo aus er dann den entscheidenden Hüpfer nach d6 machte. Sebastian Send erhöhte am Damenflügel stetig den Druck auf die schwachen Bauern seines Gegners, bis er einen davon erobern und dadurch die Partie für sich entscheiden konnte.
    Im Halbfinale wahrscheinlich am 2.10. in Hellertal treffen wir auf den SV Betzdorf-Kirchen.

  • Heftchen sind ausgeliefert

    Die Bezirksheftchen sind nun an alle Vereine ausgeliefert. Sollte ein Verein noch nicht versorgt sein, bitte kurz bei mir melden.

    Leider sind schon einige Fehler aufgetaucht, hier die entsprechenden Anmerkugen/Korrekturen (Stand: 02.09.2009 12.45 Uhr)

    1. In der Terminliste und im Spielplan ist der Termin der 3. Runde U20-Liga falsch: nicht 18.11. sondern 28.11.

    2. in der Verbandsklasse Süd ist Caissa Gosenbach-Eiserfeld nicht fett gedruckt (tut mir leid…)

    3. Auf Seite 8 fehlen die Überschriften in den Kästchen (mein Fehler, Druckdaten waren fehlerhaft)
    von oben:
    – ADRESSEN
    – Abkürzungsverzeichnis
    – Deutscher Schachbund
    – Schachbund und Schachjugend NRW
    Schachverband Südwestfalen

    4. bei den Adressen des SV Weidenau/Geisweid e.V. steht hinter der Überschrift noch -alt- . Das ist ein Versehen, die Adressen sind aktuell.

  • Chesstigers Anfängerkurs im Bürgerhaus

    Die Chesstigers Siegerland bieten in Kooperation mit dem SV Weidenau/Geisweid e.V. ab dieses Jahr Anfängerkurse für Schülerinnen und Schüler im Bürgerhaus Geisweid an. Die Kurse gehen jeweils ein Jahr und finden wöchentlich statt. Werbeflyer für die Kurse sind an den Geisweider Schulen verteilt worden.

    Profi-Schachtrainer Timo Schönhof wird die Kinder in die Geheimnisse des Schachs einweihen und ihnen spielerisch die Grundlagen dieses vielseitigen Sports vermitteln.

    Der Kurs kostet 60 EUR im Halbjahr. Darin enthalten ist das Training durch qualifizierte Trainer und sämtliche Unterrichtsmaterialien. Die Kurse basieren auf dem Material der Chesstigers-Universität. Die Kinder bekommen auch einiges an Materialein zum mit nach Hause nehmen, um sich dort in den Stoff nochmals vertiefen zu können.

    Der Termin in diesem Schuljahr ist

    Mittwochs von 16.30 Uhr bis 17.15 Uhr

    Desweiteren findet im Anschluss von 17.15 Uhr bis 18.00 Uhr ein Kurs für Fortgeschrittene statt.

    Beginn des Kurses ist ab 2. September. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich, aber erwünscht:
    bei Timo Schönhof per Mail timo.schoenhof@gmx.de oder Telefonisch 01520-1704360