{"id":660,"date":"2010-03-23T20:21:58","date_gmt":"2010-03-23T19:21:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/?p=660"},"modified":"2010-03-23T20:37:55","modified_gmt":"2010-03-23T19:37:55","slug":"erste-mannschaft-in-akuter-abstiegsgefahr","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/archives\/660","title":{"rendered":"Erste Mannschaft in akuter Abstiegsgefahr!"},"content":{"rendered":"<p>Durch ein desastr\u00f6ses 2-6 bei der SGEM Ennepe-Ruhr-S\u00fcd hat sich die erste Mannschaft selbst in Zugzwang gebracht. Der letzte Kampf gegen den Lokalrivalen aus Siegen darf nun auf keinen Fall verloren werden, ansonsten fristen wir in der n\u00e4chsten Saison unser Dasein in der Verbandsklasse.<br \/>\nIn Ennepe fiel die erste Entscheidung erst nach etwa dreieinhalb Stunden. Frank Mickisch hatte seinem Gegner Martin Schaefer eine starke Initiative am K\u00f6nigsfl\u00fcgel \u00fcberlassen (auf dem Bild am zweiten Brett von vorne zu erahnen). Um nicht direkt Matt zu werden musste Frank seine Dame gegen Turm und Leichtfigur tauschen. Schaefer ging mit diesem Materialvorteil ins Endspiel, als sich die zweite Dame ank\u00fcndigte, gab Frank auf, 0-1.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/ennepe1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/ennepe1.jpg\" alt=\"\" title=\"ennepe1\" width=\"500\" height=\"375\" class=\"aligncenter size-full wp-image-658\" srcset=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/ennepe1.jpg 500w, http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/ennepe1-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><br \/>\nErst zwei Stunden vor der Partie hatte ich erfahren, dass ich auf Grund von Uwes kurzfristiger Erkrankung an Brett zwei auf Stefan Arndt, gegen den ich vom Blitz- bis zum Fernschach schon in allen Bedenkzeiten verloren habe, treffen w\u00fcrde. Dankenswerterweise sagte Daniel \u2013 er wollte eigentlich pausieren \u2013 nicht nur als Ersatzspieler, sondern auch als Ersatzfahrer zu, sodass ich mich auf der Fahrt noch kurz durch einen Blick ins Buch vorbereiten konnte. Zum Gl\u00fcck w\u00e4hlte Arndt die Variante, die ich mir angesehen hatte, sie m\u00fcndete in einem der typischsten Mittelspielmotive, dem Spiel mit dem isolierten wei\u00dfen Damenbauern. Arndt erhielt die damit verbundenen Vorteile in Form von freierem Figurenspiel und Initiative am K\u00f6nigsfl\u00fcgel, mir blieb der Vorteil der besseren Bauernstruktur. Als ich die wei\u00dfen Drohungen am K\u00f6nigsfl\u00fcgel abgewehrt hatte (im Bild \u00fcberlege ich an 16&#8230;.Sb4-c6, was den gef\u00e4hrlichen, wei\u00dfen Se5 abtauscht) und das neuralgische Feld d5 besetzen wollte, entschloss sich Arndt dazu, die Stellung im Zentrum mittels d4-d5 und dem folgenden Abtausch aller Leichtfiguren aufzul\u00f6sen. Das entstandene total ausgeglichene Schwerfigurenendspiel gaben wir direkt Remis, 0,5-1,5.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/ennepe2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/ennepe2.jpg\" alt=\"\" title=\"ennepe2\" width=\"500\" height=\"375\" class=\"aligncenter size-full wp-image-659\" srcset=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/ennepe2.jpg 500w, http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/ennepe2-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><br \/>\nAn Brett acht war Raphael Gall nach der Er\u00f6ffnung in einer passiven Stellung gelandet, konnte aber trotz Aufgabe des L\u00e4uferpaares das Gleichgewicht halten. In Zeitnot allerdings \u00fcbersah er einen taktischen Kniff von Thomas Heinzemann, der eine Figur und die Partie kostete, 0,5-2,5.<br \/>\nNach dem Ausrutscher am letzten Spieltag war auf Andreas Piskorz an Brett f\u00fcnf diesmal wieder Verlass. Nach einem riskanten Bauernfra\u00df durch Andreas am Damenfl\u00fcgel kam sein Gegner Eric van der Gaag zu gef\u00e4hrlichem Gegenspiel auf der langen, wei\u00dfen Diagonalen. Andreas behielt die Ruhe, wehrte dies unter R\u00fcckopfer des Bauern ab und konnte seinerseits unter Ausnutzung der anderen langen Diagonalen taktisch eine Figur und die Partie gewinnen, 1,5-2,5.<br \/>\nAn Brett vier lieferten sich Olaf D\u00fcber und Achim Heller ein hei\u00dfes Gefecht. Heller opferte fr\u00fch die Qualit\u00e4t und marschierte bedrohlich mit Dame, L\u00e4ufer, Turm und zwei Springern vor Olafs K\u00f6nig auf. Olaf gab die Qualit\u00e4t zur\u00fcck, um den Angriff abzuschw\u00e4chen, was auch halbwegs gelang. In beiderseitiger Zeitnot \u00fcbersah Olaf leider zun\u00e4chst einen taktischen Schlag, der Material kostete und schlie\u00dflich sogar in Verluststellung ein einz\u00fcgiges Matt, 1,5-3,5.<br \/>\nGro\u00dfes Kino, wenn auch nicht immer auf Verbandsliga-Niveau, gab es an Brett sechs zu bestaunen. Patrick Scholl hatte Michael Drzasgas zweifelhaftes, doppeltes Bauernopfer in der Er\u00f6ffnung stark gekontert, lediglich eine zerr\u00fcttete Bauernstellung musste er daf\u00fcr in Kauf nehmen. Bei der Verwertung des Vorteils lief Patrick aber unn\u00f6tig in eine Springergabel, die eine Qualit\u00e4t kostete. Drzasga gab das Kompliment postwendend zur\u00fcck, sodass Patrick mit Turm, Springer und drei Mehrbauern gegen Turm und L\u00e4ufer ins Endspiel ging. Als er es auch noch schaffte, den L\u00e4ufer f\u00fcr zwei Bauern abzusammeln hatte ich den Punkt schon gebongt. Wie Patrick dann genau auf die Idee kam, Turm und Springer gegen Drzasgas Turm zu \u201etauschen\u201c, um das Endspiel K\u00f6nig und Bauer gegen K\u00f6nig \u201eleicht\u201c zu gewinnen, wusste er im Anschluss selbst nicht mehr. Seitdem ist ihm aber bewusst, dass der Begriff Opposition nicht nur in der Politik seine Daseinsberechtigung hat, Remis und 2-4.<br \/>\nAn Brett eins hatte sich Sebastian im Mittelspiel klaren, positionellen Vorteil erarbeitet, \u00fcbersah allerdings einen Springereinschlag seines Kontrahenten IM Eugen Tripolsky, der einen Bauern kostete. Tripolsky erhielt zudem einen starken Freibauern, f\u00fcr den Sebastian im weiteren Verlauf eine Qualit\u00e4t geben musste, 2-5.<br \/>\nNoch nicht ganz fit hatte sich Daniel kurzfristig bereit erkl\u00e4rt, an Brett drei gegen Norbert Bruchmann aufzulaufen. Meine Vorschlag an ihn: \u201eVersuch fr\u00fch Remis zu machen, wenn es nicht klappt, hau was in die K\u00f6nigsstellung und setz Matt oder gib auf.\u201c In der Tat folgte 11. Lxh6 gxh6 12.Dxh6. Leider fand Daniel trotz intensiver Suche keinen Totschlag, aber mit drei \u2013 sp\u00e4ter nur noch zwei &#8211; Bauern f\u00fcr die Figur genug Kompensation, um nicht sofort aufzugeben. Das entstandene Endspiel mit Turm und f\u00fcnf Bauern gegen Turm, Springer und drei Bauern war auf Grund von Daniels aktivem K\u00f6nig m\u00f6glicherweise noch haltbar, in der Analyse im Casa fanden wir sogar noch Verlustwege f\u00fcr Bruchmann. Daniel aber war nach der Zeitnot so ersch\u00f6pft, dass er keinen Widerstand mehr leistete, 2-6.<br \/>\nObwohl wir uns momentan auf dem f\u00fcnften Platz befinden, droht bei einer Niederlage im letzten Saisonspiel der achte Platz und der damit verbundene Abstieg in die Verbandsklasse.<br \/>\nIn der Bezirksliga gewann unsere zweite Mannschaft mit 5,5-2,5 in Gebhardshain. Es gewannen Stefan T\u00f6pler, Heinz-Roland Send (6,5\/7!), Werner Brauner, Horst Hartzer und James Gray, Remis spielte Hans-Wolfgang Dittmann. Der bisherige 100%-Mann Stephan Toffanello musste an Brett eins erstmals in dieser Saison eine Bezirksliga-Niederlage quittieren.<br \/>\nIn der Kreisliga reiste unsere dritte Mannschaft nach Herdorf, die leider nicht vermeidbare kampflose Niederlage an Brett zwei und der Verlust an Brett eins wurde an drei und vier durch Laurin G\u00f6b und Andreas Sch\u00f6ning zum 2-2 ausgeglichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch ein desastr\u00f6ses 2-6 bei der SGEM Ennepe-Ruhr-S\u00fcd hat sich die erste Mannschaft selbst in Zugzwang gebracht. Der letzte Kampf gegen den Lokalrivalen aus Siegen darf nun auf keinen Fall verloren werden, ansonsten fristen wir in der n\u00e4chsten Saison unser Dasein in der Verbandsklasse. In Ennepe fiel die erste Entscheidung erst nach etwa dreieinhalb Stunden. 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