{"id":2108,"date":"2017-04-03T20:40:12","date_gmt":"2017-04-03T19:40:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/?p=2108"},"modified":"2017-04-04T19:03:06","modified_gmt":"2017-04-04T18:03:06","slug":"groesste-pokalsensation-seit-vestenbergsgreuth","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/archives\/2108","title":{"rendered":"Gr\u00f6\u00dfte Pokalsensation seit Vestenbergsgreuth"},"content":{"rendered":"<p>Am vergangenen Wochenende reiste die erste Mannschaft nach Sankt Augustin, um an der Vorrunde im NRW-Viererpokal teilzunehmen. Neben dem Gastgeber SV Turm Sankt Augustin waren noch die Bergischen Schachfreunde und der gro\u00dfe Favorit, der amtierende deutsche Mannschaftsmeister und Titelverteidiger im NRW-Pokal die SG Solingen vor Ort. Das Los bescherte uns am Samstag die uns bereits aus der Vorrunde vor vier Jahren bekannten Bergischen Schachfreunde. Wie damals in Bergneustadt entwickelte sich auch hier ein spannender Kampf. Zun\u00e4chst musste Uwe Eckardt am vierten Brett seine Gewinnambitionen gegen Oswald Gutt einstellen und bei ungleichfarbigen L\u00e4ufern ins Remis abwickeln.<br \/>\nDen F\u00fchrungstreffer erzielte Johannes Karth\u00e4user mit Wei\u00df am zweiten Brett gegen Harm-Wulf Thelen. Johannes erzwang eine schwarzfeldrige Schw\u00e4che in der schwarzen K\u00f6nigsstellung, Thelen konnte nur zusehen, wie Johannes dies mit dem Man\u00f6ver Ta1-e1-e3-g3xg6 und undeckbarem Matt auf g7 ausnutzte.<br \/>\nAuch am ersten Brett sah es nach einem vollen Punkt f\u00fcr uns aus, Sebastian Send hatte gegen Stefan Bosbach eine Qualit\u00e4t gewonnen, musste diese aber kurz vor der Zeitkontrolle zur\u00fcckgeben. In dem entstandenen Endspiel mit Turm und L\u00e4ufer auf Bosbachs Seite gegen Turm und Springer bei Sebastian bei beiderseits drei Bauern hatte ich aus der Ferne noch Verlustgefahr gesehen, aber die Spieler sahen dies anders und wickelten ins Remis ab, womit unser Sieg aufgrund der Berliner Wertung feststand.<br \/>\nDaher kann ich gl\u00fccklicherweise meine Leistung unter den Tisch fallen lassen, ich vergab binnen weniger Z\u00fcge im Mittelspiel eine klar bessere Stellung und fand mich in einer passiven Ruine wieder. Zum Gl\u00fcck konnte ich in ein remises ungleichfarbiges L\u00e4uferendspiel abtauschen und somit immerhin einen halben Punkt beitragen.<br \/>\nErwartungsgem\u00e4\u00df setzte sich Solingen gegen den Gastgeber durch, sodass es am Sonntag zum Showdown gegen den deutschen Meister kam. Wir rotierten an Brett vier und brachten Patrick Scholl ins Spiel, um seine Theoriekenntnisse auf GM-Niveau einem angemessenen Test zu unterziehen. Uwe unterst\u00fctzte uns als Fahrer, Fotograf und Mannschaftsf\u00fchrer.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/svwg-pokal.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"440\" class=\"alignnone size-full wp-image-2111\" srcset=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/svwg-pokal.jpg 500w, http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/svwg-pokal-300x264.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><br \/>\n<em>Die erfolgreiche Pokalmannschaft gegen Solingen: Michael, Patrick, Johannes und Sebastian (von oben links nach unten rechts)<\/em><\/p>\n<p>Die Solinger brachten die gleiche Aufstellung wie am Vortag an die Bretter, am Spitzenbrett spielte der bundesligaerfahrene IM J\u00f6rg Wegerle, an den Brettern zwei und drei kamen die Zweitligaspieler FM Thomas Michalczak und FM Oliver Kniest zum Einsatz, das vierte Brett verwaltete Andreas Peschel. Damit hatten wir zwischen 120 (Johannes) und 300 (Sebastian) DWZ-Punkte weniger als unsere Gegner. Bei einem Rundgang nach etwa drei Stunden war davon aber wenig zu sehen. Sebastian hatte an Brett eins mit Wei\u00df nach einem kurzen taktischen Intermezzo ein Remisendspiel erreicht, das er sicher halten w\u00fcrde. Am zweiten Brett hatte Johannes sich mit Schwarz aus einer passiven Stellung befreit und fand langsam aber sicher gute Felder f\u00fcr seine Figuren, w\u00e4hrend Wei\u00df scheinbar auf der Stelle trat. Ich selbst hatte nach leichten Problemen ausgangs der Er\u00f6ffnung auf der schwarzen Seite eine ausgeglichene Stellung erreicht, allerdings gab es im Gegensatz zu Sebastians Partie noch reichlich M\u00f6glichkeiten f\u00fcr beide Seiten Fehler zu machen. Patrick hatte nach der Er\u00f6ffnung einen Bauern mehr, sein Gegner setzte auf einen K\u00f6nigsangriff als Kompensation, welcher mir allerdings aufgrund des fr\u00fchen Damentauschs als nicht gef\u00e4hrlich erschien. Alle Einsch\u00e4tzungen nat\u00fcrlich ohne Gew\u00e4hr!<br \/>\nDas erste Ergebnis produzierte folgerichtig Sebastian am ersten Brett, der zum wiederholten Male einem Titeltr\u00e4ger ein Remis abkn\u00f6pfte.<br \/>\nW\u00e4hrenddessen hatte ich zielsicher den denkbar ung\u00fcnstigsten Moment ausgew\u00e4hlt, um mittels Generalabtausch in einem \u201eeinfach remisen\u201c L\u00e4uferendspiel zu landen. Leider eine fatale Fehleinsch\u00e4tzung, FM Kniest zeigte pr\u00e4zise, dass das Endspiel f\u00fcr ihn gewonnen war.<br \/>\nPatrick hatte derweil in Zeitnot zwei weitere Bauern eingesammelt, war seinerseits \u00fcber den schwarzen K\u00f6nig hergefallen, hatte eine Qualit\u00e4t gewonnen und \u2013 stellte zweiz\u00fcgig einen ganzen Turm ein! Nachdem ich als direkter Augenzeuge (und auch Patrick) den ersten Schreck \u00fcberwunden hatten, ergab eine Materialz\u00e4hlung, das Schwarz mit lediglich zwei Bauern und zwei Leichtfiguren \u00fcber sehr wenig Gewinnpotential verf\u00fcgte und Patrick somit berechtigte Remisaussichten hatte.<br \/>\nEbenfalls in Zeitnot hatte Johannes das Risiko hochgeschraubt und eine Qualit\u00e4t geopfert. Als Kompensation erhielt er den m\u00e4chtigen K\u00e4pt\u2019n L\u00e4uferpaar (unten im Bild), der seinen freien a-Bauern unterst\u00fctzte, w\u00e4hrend die verbliebenen wei\u00dfen Figuren \u2013Turm, Springer und K\u00f6nig- auf der andere Seite des Brettes standen. Da auch Johannes\u2018 K\u00f6nig dort noch verweilte, konnte FM Michalczak mittels Matt- und Dauerschachideen den a-Bauern stoppen, musste daf\u00fcr aber die Mehrqualit\u00e4t zur\u00fcckgeben, wodurch ein ausgeglichenes Endspiel erreicht wurde.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/kaeptn_laeuferpaar_klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/kaeptn_laeuferpaar_klein.jpg\" alt=\"\" width=\"512\" height=\"568\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2117\" srcset=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/kaeptn_laeuferpaar_klein.jpg 512w, http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/kaeptn_laeuferpaar_klein-270x300.jpg 270w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><\/a><br \/>\nPatrick steuerte sicher in den Remishafen und auch Johannes fragte, ob er Remis anbieten d\u00fcrfe, er s\u00e4he keine Gewinnidee mehr. Ich stimmte nat\u00fcrlich zu, ein Himmelfahrtskommando gegen einen so starken Gegner w\u00e4re eh zum Scheitern verurteilt. Zu unserer \u00dcberraschung lehnte FM Michalczak die Offerte ab und suchte seinerseits mit gutem Springer gegen nicht ganz so guten L\u00e4ufer einen risikolosen Gewinnweg. Diese Suche war zeitraubend und nach einem K\u00f6nigsschritt in die falsche Richtung roch Johannes die Chance und erzwang unter Bauernopfer den Abtausch seines f-Bauern gegen den gegnerischen h-Bauern, wonach auch der andere schwarze Randbauer eine tragende Rolle in der Partie einnahm. Die Endspielregel \u201eDer Randbauer ist der Feind des Springers\u201c wurde auch hier best\u00e4tigt, Johannes f\u00fchrte den Bauern zur Grundlinie und bescherte uns die mit Sicherheit gr\u00f6\u00dfte Pokalsensation der Vereinsgeschichte.<br \/>\nDas Achtelfinale findet am 27.5. statt, Ort und Gegner stehen noch nicht fest.<\/p>\n<p><strong>Ergebnisse:<\/strong><\/p>\n<table>\n<tr>\n<th>Br.<\/th>\n<th>DWZ<\/th>\n<th>SV Weidenau\/Geisweid 1<\/th>\n<th>&#8211;<\/th>\n<th>DWZ<\/th>\n<th>Bergische SF 1<\/th>\n<th>2,5:1,5<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1<\/td>\n<td bgcolor=#888888>2148<\/td>\n<td bgcolor=#888888>Send, Sebastian<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td bgcolor=#FFFFFF>2048<\/td>\n<td bgcolor=#FFFFFF>Bosbach, Stefan<\/td>\n<td>&frac12;:&frac12;\t\t\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>2<\/td>\n<td bgcolor=#FFFFFF>2106<\/td>\n<td bgcolor=#FFFFFF>Karth\u00e4user, Johannes<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td bgcolor=#888888>1918<\/td>\n<td bgcolor=#888888>Thelen, Harm-Wulf<\/td>\n<td>1:0\t\t\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>3<\/td>\n<td bgcolor=#FFFFFF>2038<\/td>\n<td bgcolor=#FFFFFF>Meinhardt, Michael<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td bgcolor=#888888>1900<\/td>\n<td bgcolor=#888888>Gelsok, Philipp<\/td>\n<td>&frac12;:&frac12;\t\t\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>4<\/td>\n<td bgcolor=#888888>2032<\/td>\n<td bgcolor=#888888>Eckardt, Uwe<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td bgcolor=#FFFFFF>1919<\/td>\n<td bgcolor=#FFFFFF>Gutt, Oswald<\/td>\n<td>&frac12;:&frac12;\t\t\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"7\"><a href=\"https:\/\/nrw.svw.info\/ergebnisse\/show\/2016\/1871\/runde\/1\/\" target=\"_blank\">Alle Ergebnisse der 1. Runde<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<th>Br.<\/th>\n<th>DWZ<\/th>\n<th>SG Solingen 1<\/th>\n<th>&#8211;<\/th>\n<th>DWZ<\/th>\n<th>SV Weidenau\/Geisweid 1<\/th>\n<th>2:2<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1<\/td>\n<td bgcolor=#888888>2449<\/td>\n<td bgcolor=#888888>Wegerle, J\u00f6rg<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td bgcolor=#FFFFFF>2148<\/td>\n<td bgcolor=#FFFFFF>Send, Sebastian<\/td>\n<td>&frac12;:&frac12;\t\t\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>2<\/td>\n<td bgcolor=#FFFFFF>2223<\/td>\n<td bgcolor=#FFFFFF>Michalczak, Thomas<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td bgcolor=#888888>2106<\/td>\n<td bgcolor=#888888>Karth\u00e4user, Johannes<\/td>\n<td>0:1\t\t\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>3<\/td>\n<td bgcolor=#FFFFFF>2264<\/td>\n<td bgcolor=#FFFFFF>Kniest, Oliver<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td bgcolor=#888888>2038<\/td>\n<td bgcolor=#888888>Meinhardt, Michael<\/td>\n<td>1:0\t\t\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>4<\/td>\n<td bgcolor=#888888>2163<\/td>\n<td bgcolor=#888888>Peschel, Andreas<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td bgcolor=#FFFFFF>1944<\/td>\n<td bgcolor=#FFFFFF>Scholl, Patrick<\/td>\n<td>&frac12;:&frac12;\t\t\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"7\"><a href=\"https:\/\/nrw.svw.info\/ergebnisse\/show\/2016\/1871\/runde\/2\/\" target=\"_blank\">Alle Ergebnisse der 2. Runde<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am vergangenen Wochenende reiste die erste Mannschaft nach Sankt Augustin, um an der Vorrunde im NRW-Viererpokal teilzunehmen. Neben dem Gastgeber SV Turm Sankt Augustin waren noch die Bergischen Schachfreunde und der gro\u00dfe Favorit, der amtierende deutsche Mannschaftsmeister und Titelverteidiger im NRW-Pokal die SG Solingen vor Ort. 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