{"id":1982,"date":"2015-05-25T11:40:51","date_gmt":"2015-05-25T10:40:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/?p=1982"},"modified":"2015-05-25T17:57:46","modified_gmt":"2015-05-25T16:57:46","slug":"wie-wir-den-aufstieg-knapp-verpassten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/archives\/1982","title":{"rendered":"Wie wir den Aufstieg knapp verpassten\u2026."},"content":{"rendered":"<p>Hier nun der versprochene, ausf\u00fchrliche Bericht \u00fcber das Aufstiegsfinale gegen den SV Sundern.<br \/>\nMit ein paar Minuten Versp\u00e4tung begann der Kampf gegen Sundern, denn im Vorfeld nutzten wir die Gelegenheit und \u00fcbergaben Martin Brach eine Urkunde sowie einen Pokal anl\u00e4sslich seiner Ernennung zum Ehrenmitglied des SV Weidenau\/Geisweid. Martin war \u00fcber Jahrzehnte hinweg als Kassierer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Mannschaftsf\u00fchrer in unserem Verein und vor der Fusion im Weidenauer SV t\u00e4tig. Wir w\u00fcnschen Martin weiterhin alles Gute und beste Gesundheit!<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Martin-Brach-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Martin-Brach-1.jpg\" alt=\"SONY DSC\" width=\"530\" height=\"267\" class=\"size-full wp-image-1992\" srcset=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Martin-Brach-1.jpg 530w, http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Martin-Brach-1-300x151.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 530px) 100vw, 530px\" \/><\/a><br \/>Unser Ehrenmitglied Martin Brach inmitten der ersten Mannschaft.<\/p>\n<p>Der Kampf gegen Sundern begann bereits einige Wochen zuvor mit einem schlechten Vorzeichen, denn unser (und auch der Liga-) Topscorer Johannes Karth\u00e4user (7,5 Punkte aus 8 Partien!) sagte den Kampf wegen einer Familienfeier ab.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Finale.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Finale.jpg\" alt=\"SONY DSC\" width=\"530\" height=\"206\" class=\"size-full wp-image-1986\" srcset=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Finale.jpg 530w, http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Finale-300x117.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 530px) 100vw, 530px\" \/><\/a>Viel Platz beim gro\u00dfen Finale, im Vordergrund das Brett des Fotografen Uwe Eckardt<\/p>\n<p>Die erste beendete Partie lieferte an Brett acht Daniel Mohr ab, der auf Grund von Johannes\u2018 Ausfall zu seinem Saisondeb\u00fct kam. Mit Wei\u00df gegen Ralf Schober lehnte er trotz symmetrischer Struktur und fr\u00fchem Damentausch noch ein schnelles Remisangebot ab und konnte tats\u00e4chlich etwas Druck auf Schober generieren. Durch einen Rechenfehler aber verfl\u00fcchtigte sich der kleine Vorteil, sodass Daniel seinerseits kurz vor der sich anbahnenden Zeitnot Remis anbot, was Schober annahm, 0,5-0,5.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Edelersatzspieler.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Edelersatzspieler.jpg\" alt=\"SONY DSC\" width=\"530\" height=\"272\" class=\"size-full wp-image-1985\" srcset=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Edelersatzspieler.jpg 530w, http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Edelersatzspieler-300x154.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 530px) 100vw, 530px\" \/><\/a><br \/>\nDaniel bei seinem Saisondeb\u00fct mit Wei\u00df gegen Ralf Schober<\/p>\n<p>Etwa zeitgleich endete auch meine Wei\u00dfpartie an Brett zwei gegen Alexander Stolte Remis. Stolte \u00fcberraschte mich in der Er\u00f6ffnung und fand auch den einen guten Plan gegen meinen etwas langsam aussehenden Aufbau. Nach einer Ungenauigkeit stand ich passiv am K\u00f6nigsfl\u00fcgel hinten drin und machte mich schon auf eine lange Verteidigung gefasst. Meine einzige Chance der Passivit\u00e4t zu entgehen bestand in der Durchsetzung des Gegensto\u00dfes f4, den Stolte aber scheinbar sicher verhindert hatte. Nach einem schnellen, unbedachten Zug meines Gegners konnte ich dann doch f4 spielen, worauf mein Gegner einen weiteren schwachen Zug machte und Remis anbot. Ich rechnete eine Weile und sah auch einen m\u00f6glichen Bauerngewinn, den ich aber verwarf, da er meinem Gegner reichlich Kompensation versprach &#8211; dachte ich. Der Rechner sieht das anders, aber das war f\u00fcr mich am Brett nicht zu \u00fcberblicken, also Remis und 1-1.<br \/><a href=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Top-Boards.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Top-Boards.jpg\" alt=\"SONY DSC\" width=\"530\" height=\"399\" class=\"size-full wp-image-1988\" srcset=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Top-Boards.jpg 530w, http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Top-Boards-300x226.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 530px) 100vw, 530px\" \/><\/a><br \/>Denk: &#8222;23.fxe5 Dxe5 (wenn er erst zweimal auf f1 nimmt, habe ich dann das Schach mit der Dame auf f8, das muss gut sein f\u00fcr mich) 24.Sf3 gewinnt einen Bauern, aber kommt dann nicht 24&#8230;Db5 25.Sxd4 Db6 und ich muss 26.De3 spielen, um den Springer zu decken (26.Tc4 geht nicht wegen 26&#8230;Txf1+), wonach er 26&#8230;Dxb2 machen kann? Zu gef\u00e4hrlich, also Remis.&#8220; Unsinn, sagt die Blechb\u00fcchse hinterher, der Zwischentausch 26.Txf6 Txf6 27.Tc4 beh\u00e4lt den Bauern, Schwarz hat kaum Kompensation.<\/p>\n<p>Einen R\u00fcckschlag gab es dann an Brett sechs, wo Patrick Scholl zun\u00e4chst gegen Josef Schulte eine gute, aktive Stellung erreichte. Patrick transponierte die Aktivit\u00e4t ins Doppelturmendspiel, in dem er dem schwarzen K\u00f6nig arg zusetzte und unter doppeltem Bauernopfer ein Mattnetz kn\u00fcpfte. Leider verknotete er sich und machte den zweiten Zug vor dem ersten. Das dadurch entstandene Schlupfloch f\u00fcr seinen K\u00f6nig nutzte Schulte zur Flucht und zur Verwertung der Mehrbauern, 1-2.<br \/>\nDen Ausgleich erzielte Uwe Eckardt durch seinen Sieg gegen Mariana Plass am vierten Brett. Durch Uwes gewohnt unorthodoxe Er\u00f6ffnungsbehandlung verbrauchte seine Gegnerin schon fr\u00fch reichlich Zeit. Uwe nutze einen Fehler f\u00fcr einen Bauerngewinn am K\u00f6nigsfl\u00fcgel und \u00f6ffnete durch einen taktischen Trick das Zentrum, in dem sich der schwarze K\u00f6nig befand. In Zeitnot verlor Mariana Plass die \u00dcbersicht und Uwe konnte entscheidendes Material einstreichen, 2-2.<br \/>\nMit diesem Resultat ging es in die unmittelbare Zeitnotphase, ich postierte mich als Mitschreiber am ersten Brett, an dem Sebastian Send gegen den rum\u00e4nischen IM Doru Ionescu antreten musste. Sebastian konnte lange seiner Vorbereitung folgen, verbrauchte aber dann sehr viel Zeit, um sich des Angriffs seines Gegners zu erwehren. Im Gegensatz zur Partie der Beiden vor zwei Jahren nutze aber auch Ionescu seine Bedenkzeit dieses Mal voll aus. Ich stie\u00df dazu, als Sebastian nach der Ausf\u00fchrung seines 28. Zuges Remis angeboten hatte, beide hatten noch etwa f\u00fcnf Minuten bis zum vierzigsten Zug auf der Uhr. Ionescu investierte etwa drei davon, bevor er ablehnte und gleichzeitig ein Figurenopfer anbot. Nun war es an Sebastian, der nach etwa zwei Minuten beschloss, das Opfer abzulehnen, da es zu einem gef\u00e4hrlichen, wei\u00dfen Angriff gef\u00fchrt h\u00e4tte. Im Folgenden hatten beide Spieler je einmal die Chance, die Partie f\u00fcr sich zu entscheiden, was aber Beiden entging. Bei je etwa einer Minute auf der Uhr zog Sebastian die Notbremse und wickelte mittels Qualit\u00e4tsopfer ins Dauerschach ab, 2,5-2,5.<br \/>\nEine turbulente Partie spielte Olaf D\u00fcber mit Schwarz gegen Markus Tillmann. Zun\u00e4chst packte Olaf eine Er\u00f6ffnungsfalle aus, die noch nicht mal Patrick kannte und die im vierten Zug ein blankes Figurenopfer enthielt, das die wei\u00dfe Dame aber aufs Anstellgleis bef\u00f6rderte. Uwe bef\u00fcrchtete schon einen Einsteller Olafs, aber der Bedenkzeit-Nichtverbrauch sprach f\u00fcr ein vorbereitetes Opfer. Tillmann \u00fcberlegte lange und fand die z\u00e4heste Verteidigung. Olaf setzte nicht optimal fort und erm\u00f6glichte Tillmann so das \u201eOpfer\u201c der Dame gegen einen Turm und zwei L\u00e4ufer. Dennoch sah zumindest ich Olaf im Vorteil, denn er verf\u00fcgte \u00fcber einen gewaltigen Entwicklungsvorsprung und einen Freibauern am Damenfl\u00fcgel. In dieser Konstellation ging es in die Zeitnot, in der ich mich Sebastian zuwandte. Ich ging davon aus, dass Olaf auf Gewinn steht, Olaf hingegen meinte hinterher, dass er sich auf dem Verlustweg w\u00e4hnte und daher auf \u201eKampf ums Remis\u201c umgestellt hatte. Vermutlich lag die Wahrheit irgendwo dazwischen, aber in Zeitnot spielte sich die Stellung deutlich einfacher f\u00fcr Tillmann, der zwischenzeitlich Turmpaar und L\u00e4uferpaar auf Olafs K\u00f6nig gerichtet hatte und den Punkt f\u00fcr Sundern einfuhr, 2,5-3,5.<br \/>\nSomit brauchten wir zwei Siege aus den zwei verbliebenen Partien, um doch noch aufzusteigen. Leider war Manfred Schneiders Stellung an Brett drei gegen Heinz Plass trotz langer, z\u00e4her Verteidigungsarbeit seitens Mannis nach der Zeitnot mit Minusbauer und v\u00f6lliger Passivit\u00e4t glatt verloren. Plass bot remis, um seiner Mannschaft den Sieg zu sichern. Manni \u00fcberlegte lange, ob es noch \u201eFudelchancen\u201c gibt, entschied sich dann aber zu Recht gegen ein Himmelfahrtskommando und akzeptierte die Remisofferte, 3-4 und herzlichen Gl\u00fcckwunsch zum Aufstieg nach Sundern!<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Wenn-ich-habe-eine-Bauer-mehr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Wenn-ich-habe-eine-Bauer-mehr.jpg\" alt=\"SONY DSC\" width=\"530\" height=\"347\" class=\"size-full wp-image-1984\" srcset=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Wenn-ich-habe-eine-Bauer-mehr.jpg 530w, http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Wenn-ich-habe-eine-Bauer-mehr-300x196.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 530px) 100vw, 530px\" \/><\/a><br \/>\nAndreas Piskorz schraubt sein Ergebnis auf 6 aus 9 bei nur einer Niederlage.<\/p>\n<p>Nur noch f\u00fcr die Galerie war der abschlie\u00dfende Sieg von Andreas Piskorz gegen Peter Kevekordes. Andreas hatte in einem Springer-gegen-L\u00e4uferendspiel einen Mehrbauern, dieser war aber verdoppelt, isoliert und blockiert. Wie genau Andreas dieses Endspiel gewann, habe ich nicht nachvollziehen k\u00f6nnen, m\u00f6glicherweise spielte auch Kevekordes\u2018 Spannungsabfall nach dem einget\u00fcteten Aufstieg seiner Mannschaft eine Rolle, 4-4.<br \/>\nTrotz des denkbar knapp und ungl\u00fccklich verpassten Aufstiegs k\u00f6nnen wir uns \u00fcber eine hervorragende Saison freuen, in die wir mit dem Motto \u201eBlo\u00df nicht absteigen\u201c gegangen waren.<br \/>\nWie schon erw\u00e4hnt, gewann Johannes Karth\u00e4user die Torj\u00e4gerkanone der Verbandsliga mit unglaublichen 7,5\/8 und einer DWZ Leistung von 2398!<br \/>\nTrotz der Vizemeisterschaft in dieser Saison \u00e4ndert sich das Motto f\u00fcr die kommende Saison nicht, die Verbandsliga ist unglaublich ausgeglichen, jeder kann jeden  schlagen, das hat diese Saison wieder einmal gezeigt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier nun der versprochene, ausf\u00fchrliche Bericht \u00fcber das Aufstiegsfinale gegen den SV Sundern. 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