{"id":1915,"date":"2015-01-02T12:47:58","date_gmt":"2015-01-02T11:47:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/?p=1915"},"modified":"2015-01-02T21:30:38","modified_gmt":"2015-01-02T20:30:38","slug":"meisterschaft-2012-des-deutschen-email-schachclubs","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/archives\/1915","title":{"rendered":"Meisterschaft 2012 des Deutschen Email-Schachclubs"},"content":{"rendered":"<p>Als Michael im Fr\u00fchjahr 2001 Sebastian und mich ansprach, um an der offenen Mannschaftsmeisterschaft des Deutschen E-Mail-Schachclubs teilzunehmen, die wir mit Daniels Unterst\u00fctzung tats\u00e4chlich in einem zweirundigen Turnier sogar gewinnen konnten, ahnte ich noch nicht, dass ich bei diesem Verein auf Dauer anheuern w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Inzwischen bin ich um die Erfahrungen von ca. 250 Email-Partien aus 14 Jahren reicher geworden.<br \/>\nEmail-Schach ist letztlich nichts anderes als Fernschach, bei dem die Z\u00fcge eben per Mail ausgetauscht werden. Man hat jeweils 30 Tage f\u00fcr 10 Z\u00fcge Bedenkzeit, was vielen meiner Gegner, die meistens nicht (mehr) berufst\u00e4tig sind, zu lahm ist. Sie \u00fcberh\u00e4ufen sich mit tlw. mehr als 50 gleichzeitig laufenden Partien. Mir dagegen ist eher alles zu schnell und wenn ich 15 Partien gleichzeitig laufen habe, f\u00fchle ich mich schon hoffnungslos \u00fcberlastet. <\/p>\n<p>Nun kann ich p\u00fcnktlich am Ende dieses Jahres (zum 21.12.214) von meinem gr\u00f6\u00dften Erfolg in dieser Disziplin berichten. In der seit 3 Jahren laufenden Einzelmeisterschaft 2012 ist mir soeben der Turniersieg gegl\u00fcckt, wobei mir in den 22 zu bestreitenden Partien 7 Siege und 15 Remisen gelangen. Das Teilnehmerfeld war mit insgesamt 49 Spielern etwas d\u00fcnner besetzt als die Jahre zuvor, dennoch richtete man die Meisterschaft in 3 Runden aus.<\/p>\n<p>Details (d.h. die entsprechenden Tabellen der 3 Runden) kann man unter<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.desc-online.de\/turniere\/meisterschaft\/2012\/turniertabelle.php?turnier=Gruppe2\" target=\"_blank\">http:\/\/www.desc-online.de\/turniere\/meisterschaft\/2012\/turniertabelle.php?turnier=Gruppe2<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.desc-online.de\/turniere\/meisterschaft\/2012\/turniertabelle.php?turnier=SF01\" target=\"_blank\">http:\/\/www.desc-online.de\/turniere\/meisterschaft\/2012\/turniertabelle.php?turnier=SF01<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.desc-online.de\/turniere\/meisterschaft\/2012\/turniertabelle.php?turnier=Finale\" target=\"_blank\">http:\/\/www.desc-online.de\/turniere\/meisterschaft\/2012\/turniertabelle.php?turnier=Finale<\/a><\/p>\n<p>nachlesen.<\/p>\n<p>Im Finale, das ich ohne gro\u00dfe Probleme erreichen konnte, kam es dann zu der f\u00fcr mich sehr komfortablen Situation, dass ich die beiden letzten Partien des Turniers bestreiten musste und damit \u00fcber die Information verf\u00fcgte, dass mir 1,5 Punkte ausreichten, um den nie erwarteten Turniersieg zu ergattern. Dennoch war dies angesichts der aktuellen Stellungen nahezu aussichtslos. Ich rechnete nur mit 0,5 Punkten. Da mir das Ende dieser beiden Partien sowohl aus adrenalinf\u00f6rdernden Gr\u00fcnden als auch aus \u00e4sthetischer Sicht bestens in Erinnerung bleiben werden, m\u00f6chte ich Euch gerne daran teilhaben lassen.<\/p>\n\n\n<p class=\"rpbchessboard-spacerBefore\"><\/p>\n\n<div class=\"rpbchessboard-chessgame\">\n    <noscript>\n        <div class=\"rpbchessboard-javascriptWarning\">\n            Sie m\u00fcssen JavaScript aktivieren, um die Notation zu verbessern.        <\/div>\n    <\/noscript>\n    <div id=\"rpbchessboard-6adc886ae682e-1\"><\/div>\n    <script type=\"text\/javascript\">\n        (function() {\n            function renderThisPGN() {\n                RPBChessboard.renderPGN(\"rpbchessboard-6adc886ae682e-1\", {\"pgn\":\"[Event \\\"M2012 259\\\"]\\n[Site \\\"?\\\"]\\n[Date \\\"2014.03.15\\\"]\\n[Round \\\"3.3\\\"]\\n[White \\\"Send\\\"]\\n[Black \\\"Kahl, Fred\\\"]\\n[Result \\\"1-0\\\"]\\n[ECO \\\"A36\\\"]\\n[WhiteElo \\\"2251\\\"]\\n[BlackElo \\\"2293\\\"]\\n[SetUp \\\"1\\\"]\\n[FEN \\\"3rr1k1\\\/4pp1p\\\/1p1p2pP\\\/p1q1bP2\\\/P1P1PnPB\\\/1P6\\\/6B1\\\/1R1Q1R1K w - - 0 38\\\"]\\n[PlyCount \\\"29\\\"]\\n[EventDate \\\"2009.??.??\\\"]\\n\\n\\n{In der Partie Heinz-Roland Send &#8211; Fred Kahl hatte ich zun\\u00e4chst nach 37\\nZ\\u00fcgen in der Stellung [#] zwar leichte Vorteile, doch keinerlei\\nIdeen, wie ich diese in eine gewonnene Stellung umsetzen konnte. Nach} 38. Qd2\\n{drohte ich mit Txf4 Materialgewinn. Da mein Gegner seinen Springer f\\u00fcr einen\\nRiesen hielt und ihn daher ungern gegen den Lg2 abtauschen wollte, w\\u00e4hlte er\\ndie einzige, auch von den Schachprogrammen noch favorisierte Alternative} Qb4 {\\n?, nach der die Gewinnaussichten f\\u00fcr mich schlagartig realer wurden. Immerhin\\ngibt es jetzt weitere konkrete Angriffsziele. Und so war nach} 39. Qxb4 axb4\\n40. Rf3 f6 41. Bf1 Kf7 42. Bg3 g5 43. Be1 Bd4 44. Bxb4 {der Bauer einfach nur\\nfutsch. Mit} e5 {(?)  beraubte sich Schwarz dann der letzten M\\u00f6glichkeit, die\\nwei\\u00dfen K\\u00f6nigsfl\\u00fcgelbauern anzuknabbern. Und was war aus dem strahlenden\\nRoss auf f4 geworden? Quadratisch eingez\\u00e4unt, praktisch bewegungsunf\\u00e4hig,\\nwar es gut, dass dieser zum Problemb\\u00e4r mutierte Sportritter keiner Fliege\\nmehr etwas zu Leide tun konnte. H\\u00e4tte man nun die schwarzfeldrigen L\\u00e4ufer\\ntauschen und die Handlungen auf den Damenfl\\u00fcgel verlegen k\\u00f6nnen, w\\u00e4re die\\nPartie gelaufen. Und tats\\u00e4chlich: nach} 45. Bc3 Ra8 46. Rd1 Bxc3 47. Rxc3 Ke7\\n{besiegelte die K\\u00f6nigswanderung} 48. Kg1 Red8 49. Kf2 Rdb8 50. Ke1 Ra7 51. Kd2\\nRd7 {mit dem Hebel} 52. b4 {das Ende der Partie. Fred gab entnervt auf; der\\nRest ist einfache Technik:} 1-0\",\"pieceSymbols\":\"localized\",\"navigationBoard\":\"frame\",\"withPlayButton\":true,\"withFlipButton\":true,\"withDownloadButton\":true,\"nboSquareSize\":32,\"nboCoordinateVisible\":true,\"nboTurnVisible\":true,\"nboColorset\":\"original\",\"nboPieceset\":\"cburnett\",\"nboAnimated\":true,\"nboMoveArrowVisible\":true,\"nboMoveArrowColor\":\"b\",\"nboSound\":true,\"idoSquareSize\":32,\"idoCoordinateVisible\":true,\"idoTurnVisible\":true,\"idoColorset\":\"original\",\"idoPieceset\":\"cburnett\"});\n            }\n            if (document.readyState === 'loading') {\n                document.addEventListener('DOMContentLoaded', renderThisPGN);\n            }\n            else {\n                renderThisPGN();\n            }\n        })();\n    <\/script>\n<\/div>\n\n<p class=\"rpbchessboard-spacerAfter\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"rpbchessboard-spacerBefore\"><\/p>\n\n<div class=\"rpbchessboard-chessgame\">\n    <noscript>\n        <div class=\"rpbchessboard-javascriptWarning\">\n            Sie m\u00fcssen JavaScript aktivieren, um die Notation zu verbessern.        <\/div>\n    <\/noscript>\n    <div id=\"rpbchessboard-6adc886ae682e-2\"><\/div>\n    <script type=\"text\/javascript\">\n        (function() {\n            function renderThisPGN() {\n                RPBChessboard.renderPGN(\"rpbchessboard-6adc886ae682e-2\", {\"pgn\":\"[Event \\\"M2012 260\\\"]\\n[Site \\\"?\\\"]\\n[Date \\\"2014.03.15\\\"]\\n[Round \\\"3.4\\\"]\\n[White \\\"Ellinger, Peter\\\"]\\n[Black \\\"Send\\\"]\\n[Result \\\"1\\\/2-1\\\/2\\\"]\\n[ECO \\\"A45\\\"]\\n[WhiteElo \\\"2402\\\"]\\n[BlackElo \\\"2251\\\"]\\n[SetUp \\\"1\\\"]\\n[FEN \\\"8\\\/3r2b1\\\/k4p2\\\/1p6\\\/5P2\\\/8\\\/6PP\\\/B4R1K w - - 0 53\\\"]\\n[PlyCount \\\"30\\\"]\\n[EventDate \\\"2009.??.??\\\"]\\n\\n\\n{Gleichzeitig schwitzte ich Blut und Wasser in der einzigen Partie, in der ich\\nglatt auf Verlust stand. Es war die letzte, noch offene Begegnung des Turniers\\nund meinem Gegner w\\u00e4re mit dem Gewinn an meiner statt der Turniersieger\\ngelungen.   Peter Ellinger gegen Heinz-Roland Send hie\\u00df die Paarung, in der ich\\nmeinem Gegner zuvor bereits mehrfach von der Schippe gesprungen war.   Und so\\nkam es, dass ich auch nach 52 Z\\u00fcgen in der Stellung   [#] kaum noch\\neinen Pfifferling auf das erhoffte Remis gegeben h\\u00e4tte. Einerseits drehte der\\nschwarze L\\u00e4ufer D\\u00e4umchen, andererseits war der schwarze K\\u00f6nig weit vom\\nSprint der wei\\u00dfen Bauern abgeschnitten. Dar\\u00fcber hinaus fehlte mir ein Bauer.\\nUnd vor allem: was konnte man konkret gegen 53. g4 mit anschlie\\u00dfendem g5 oder\\nh4 tun? Vermutlich nichts! Auch der tats\\u00e4chlich ausgef\\u00fchrte Zug} 53. h4 {\\nerregte nach den ersten Recherchen tiefe Besorgnis. Zun\\u00e4chst hatte ich darauf\\nausschlie\\u00dflich 53&#8230; b4 analysiert und war der Meinung, nach 54. g4 keine\\nausreichende Verteidigung mehr zu haben. Nach langem Nachdenken stieg mein\\nAdrenalinspiegel deutlich an. Meine Erwiderung} f5 {!! hatte Peter zwar auch\\ngesehen, nicht jedoch die Abwicklung in der Folge. Wir f\\u00fchrten die erwarteten\\nZ\\u00fcge} 54. g4 Bxa1 55. Rxa1+ Kb6 56. gxf5 {aus und die Stellungsbewertung war\\nauf unter -1.50 (Stockfish 5 64 SSE 4.2) gesunken. Als Bestes gaben die\\nProgramme noch 56&#8230; Td2 an, wobei mir dieser Zug nach 57. Kg1 b4 58. f6 Td6\\n59. Kg2 wegen des entfernten schwarzen K\\u00f6nigs aussichtslos erschien. So hatte\\nauch Peter gerechnet und fiel daher nach} Kc7 {!! ins Koma, aus dem er nur\\nnoch alle 10 Tage kurz erwachte, um einen Zug zu erwidern.  Die Bewertung\\nst\\u00fcrzte sogar weiter auf unter -2.60 ab und trotzdem war ich mir inzwischen\\nsicher geworden, dass dieser Zug dem Ph\\u00f6nix aus der Asche verhelfen w\\u00fcrde.\\nEntscheidend war nunmehr, dass der schwarze K\\u00f6nig um den Turm herumlaufen\\nmusste, um rechtzeitig auf dem K\\u00f6nigsfl\\u00fcgel zum Stoppen der wei\\u00dfen\\nInfanterie erscheinen zu k\\u00f6nnen. In der Folge musste ich zwar fast\\nausschlie\\u00dflich Zwangsz\\u00fcge ausf\\u00fchren, erzielte aber nach} 57. Kg2 Kd8 58. Ra6\\nKe7 59. h5 Kf7 60. Rb6 Rd5 61. Rb7+ Kf6 62. h6 Rxf5 63. Kg3 Rh5 64. Rb6+ Kf7\\n65. Kg4 Rh1 66. Kg5 b4 67. Rxb4 Rg1+ {gem\\u00e4\\u00df der Shredder Endspieldatenbank\\neine theoretische Remisstellung, was letztlich zum Turniersieg ausreichte.\\nPeter, der 1996 immerhin der 28. Deutsche Fernschachmeister war und das\\nAush\\u00e4ngeschild im deutschen Blindenschach ist, freute sich dar\\u00fcber, mir als\\nErster sehr herzlich gratulieren zu k\\u00f6nnen. Ein wahrer Sportsmann!} 1\\\/2-1\\\/2\",\"pieceSymbols\":\"localized\",\"navigationBoard\":\"frame\",\"withPlayButton\":true,\"withFlipButton\":true,\"withDownloadButton\":true,\"nboSquareSize\":32,\"nboCoordinateVisible\":true,\"nboTurnVisible\":true,\"nboColorset\":\"original\",\"nboPieceset\":\"cburnett\",\"nboAnimated\":true,\"nboMoveArrowVisible\":true,\"nboMoveArrowColor\":\"b\",\"nboSound\":true,\"idoSquareSize\":32,\"idoCoordinateVisible\":true,\"idoTurnVisible\":true,\"idoColorset\":\"original\",\"idoPieceset\":\"cburnett\"});\n            }\n            if (document.readyState === 'loading') {\n                document.addEventListener('DOMContentLoaded', renderThisPGN);\n            }\n            else {\n                renderThisPGN();\n            }\n        })();\n    <\/script>\n<\/div>\n\n<p class=\"rpbchessboard-spacerAfter\"><\/p>\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/50-Prozent.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/50-Prozent.jpg\" alt=\"50 Prozent\" width=\"530\" height=\"285\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1596\" srcset=\"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/50-Prozent.jpg 530w, http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/50-Prozent-300x161.jpg 300w, http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/50-Prozent-500x268.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 530px) 100vw, 530px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Michael im Fr\u00fchjahr 2001 Sebastian und mich ansprach, um an der offenen Mannschaftsmeisterschaft des Deutschen E-Mail-Schachclubs teilzunehmen, die wir mit Daniels Unterst\u00fctzung tats\u00e4chlich in einem zweirundigen Turnier sogar gewinnen konnten, ahnte ich noch nicht, dass ich bei diesem Verein auf Dauer anheuern w\u00fcrde. 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