{"id":1696,"date":"2013-06-02T21:48:42","date_gmt":"2013-06-02T20:48:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/?p=1696"},"modified":"2013-06-02T21:48:42","modified_gmt":"2013-06-02T20:48:42","slug":"aus-im-nrw-pokal","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/archives\/1696","title":{"rendered":"Aus im NRW-Pokal"},"content":{"rendered":"<p>Am Samstag machten wir uns auf die 150 Kilometer weite Reise nach Hochneukirch im Schachbezirk Linker Niederrhein, um mit dem Gastgeber, dem Bundesligisten SG Solingen und dem NRW-Ligisten Klub K\u00f6lner Schachfreunde an der Zwischenrunde im NRW-Pokal teilzunehmen. Vor Ort wurden wir gegen die SG Hochneukirch gelost, die mit zwei Spielern \u00fcber 2200 und einem \u00fcber 2100 DWZ deutlich favorisiert waren.<br \/>\nAm dritten Brett musste ich mit Wei\u00df gegen Marcel Harff antreten. Nach der Er\u00f6ffnung stand eine typische d-Bauer-Isolani-Struktur auf dem Brett, in der ich aber einige Tempi verschwendet hatte. Dadurch hatte Harff sich schon lehrbuchm\u00e4\u00dfig gegen den Isolani aufgebaut, w\u00e4hrend meine zu erwartende Initiative am K\u00f6nigsfl\u00fcgel noch auf sich warten lie\u00df. Auch der Abtausch zweier Leichtfigurenpaare war im Nachhinein gesehen keine gute Idee von mir, die erhoffte Schw\u00e4chung der schwarzen Felder um den schwarzen K\u00f6nig blieb bedeutungslos. Harff eroberte meinen schwachen Bauern und stand auf Gewinn. Dass ich das Ende der Partie durch einen banalen Figureneinsteller beschleunigte, war nicht notwendig, \u00e4nderte aber nichts an unserem fr\u00fchen R\u00fcckstand, 0-1 (BW: 0-2).<br \/>\nAm zweiten Brett spielte Uwe Eckardt mit Wei\u00df gegen Norbert E\u00dfer. Uwe baute sich verhalten auf, ritt aber dann mit beiden Schimmeln in Richtung schwarzer K\u00f6nig. Dort angekommen opferte sich eines der Tiere f\u00fcr drei schwarze Bauern, auch dem Damentausch konnte Uwe nicht ausweichen. E\u00dfer wickelte in ein Endspiel mit Turm, L\u00e4ufer und vier Bauern gegen Turm und sieben Bauern auf Uwes Seite ab. Ich vermutete noch lang anhaltende Gewinnversuche von Schwarz, aber Uwe stellte sich so geschickt auf, dass E\u00dfer keinen Fortschritt sah und Remis anbot, 0,5-1,5 (BW: 1,5-3,5).<br \/>\nDas Duell an Brett eins zwischen Sebastian Send und Michael Coenen verlief zun\u00e4chst positionell gepr\u00e4gt. Coenen hatte sich fr\u00fch das L\u00e4uferpaar gesichert, was aber angesichts der geschlossenen Stellung kein Nachteil f\u00fcr Sebastian war. Um den zwanzigsten Zug herum ging Sebastian in den Taktikmodus \u00fcber, da Coenen nur noch \u00fcber wenig Bedenkzeit verf\u00fcgte. Sebastian opferte eine Figur und setzte alles auf seine beiden Freibauern auf c2 und e2. Coenen \u00fcbersah an einer Stelle den \u00dcbergang in ein remises Endspiel, das mit dem R\u00fcckopfer der Figur gegen die beiden Freibauern zu erreichen war und musste f\u00fcr jeden der beiden Bauern einen L\u00e4ufer spucken, 1,5-1,5 (BW: 5,5-3,5)<br \/>\nSomit hing alles von der Partie Olaf D\u00fcber und Siegfried Coenen an Brett vier ab. Olaf reichte ein Remis, da Sebastian uns in der Berliner Wertung mal wieder uneinholbar in F\u00fchrung gebracht hatte. Praktisch gesehen war es aber schwierig f\u00fcr Olaf, der zwar \u00fcber einen vorger\u00fcckten Freibauern auf der a-Linie verf\u00fcgte, zur Unterst\u00fctzung aber neben einem Turm nur einen kurzschrittigen Springer zur Verf\u00fcgung hatte. Coenen schaffte es, seinen Turm hinter den Freibauern zu bringen und den schwarzfeldrigen L\u00e4ufer auf die lange Diagonale zu \u00fcberf\u00fchren, um Olafs Freibauern zu b\u00e4ndigen. Danach konnte Coenen in aller Ruhe seinen f-Freibauern in Bewegung setzen, wogegen Olaf kein Mittel hatte, 1,5-2,5.<br \/>\nObwohl wir uns \u00fcber das Ausscheiden \u00e4rgerten, blieb uns doch aus positiver Sicht eine weitere Reise \u00fcber 300 Kilometer am Sonntag und eine zu erwartende klare Niederlage gegen den Bundesligisten SG Solingen erspart.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Samstag machten wir uns auf die 150 Kilometer weite Reise nach Hochneukirch im Schachbezirk Linker Niederrhein, um mit dem Gastgeber, dem Bundesligisten SG Solingen und dem NRW-Ligisten Klub K\u00f6lner Schachfreunde an der Zwischenrunde im NRW-Pokal teilzunehmen. 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