{"id":1618,"date":"2012-12-26T23:03:29","date_gmt":"2012-12-26T22:03:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/?p=1618"},"modified":"2012-12-26T23:03:29","modified_gmt":"2012-12-26T22:03:29","slug":"mannschaftskampfe-und-vierer-pokal-im-dezember","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.weidenau-geisweid.de\/wg2006\/archives\/1618","title":{"rendered":"Mannschaftsk\u00e4mpfe und Vierer-Pokal im Dezember"},"content":{"rendered":"<p>Seit den Dezember-Mannschaftsk\u00e4mpfen und dem Finale im Vierer-Pokal ist etwas Zeit vergangen, erst die Weihnachtsfeiertage geben mir gen\u00fcgend Zeit, dar\u00fcber zu berichten.<br \/>\nDer Mannschaftskampf der ersten Mannschaft gegen Sundern war leider nicht von Erfolg gekr\u00f6nt. Die G\u00e4ste aus dem Hochsauerland trotzten dem Schneefall (ja, es gab schon Schnee diesen Winter) und kamen p\u00fcnktlich und unfallfrei ins Siegerland. Wie bef\u00fcrchtet, hatten sie f\u00fcr das erste Brett einen Titeltr\u00e4ger eingeflogen, doch dazu komme ich sp\u00e4ter.<br \/>\nDie erste beendete Partie war wenig spektakul\u00e4r. Am siebten Brett musste Manfred Schneider zwar einen isolierten Bauern hinnehmen, sein Gegner Peter Kevekordes tauschte daraufhin in der Hoffnung auf Endspielvorteil das meiste Material ab. Manni behielt jedoch einen Turm auf dem Brett, der ihm aktiv auf der zweiten Reihe platziert das Remis sicherte, 0,5-0,5.<br \/>\nAm sechsten Brett gab Daniel Mohr gegen Josef Schulte sein Saisondeb\u00fct. In der Er\u00f6ffnung erwischte Daniel einen Bauern, ob das von Schulte geplant oder \u00fcbersehen war, ist nicht gekl\u00e4rt. Schulte erhielt f\u00fcr den Bauern immerhin freies Figurenspiel. Als Daniel dann noch seine K\u00f6nigsstellung schw\u00e4chte, wurde die Kompensation f\u00fcr Schwarz greifbar. Schulte opferte einen L\u00e4ufer auf h3 und fiel unheilbringend \u00fcber Daniels K\u00f6nig her, 0,5-1,5.<br \/>\nIn meiner Partie gegen Markus Tillmann an Brett vier war ich lange Zeit sehr optimistisch. Tillmann hatte sich mit Schwarz sehr zur\u00fcckhaltend aufgebaut, durch Bauernvorst\u00f6\u00dfe am K\u00f6nigsfl\u00fcgel konnte ich reichlich Raum ergattern, meine dadurch geschw\u00e4chte K\u00f6nigsstellung machte mir keine Sorgen. F\u00fcr mich \u00fcberraschend hielt Tillmann dann selbst durch einen verpflichtenden Vorsto\u00df seines g-Bauern am K\u00f6nigsfl\u00fcgel dagegen. Ich ersp\u00e4hte ein siegbringendes doppeltes Bauernopfer, das sich auf die nun unsichere Stellung des schwarzen K\u00f6nigs st\u00fctzte. Doch Tillmann nahm nur einen dargebotenen Bauern, was ich in der Berechnung ebenfalls als unm\u00f6glich erachtet hatte. Durch einige ungenaue Z\u00fcge schwand meine Kompensation dahin, Tillmann aktivierte seine Figuren und nach einem groben, taktischen \u00dcbersehen meinerseits war die Partie vorbei, 0,5-2,5.<br \/>\nGl\u00fcck hatte Andreas Piskorz an Brett f\u00fcnf gegen Ralf Schober. \u201eNach 12.Sa4 wollte ich eigentlich schon aufgeben\u201c, sagte Andreas sp\u00e4ter und unberechtigt w\u00e4re die Aufgabe auch nicht gewesen, hatte Schober doch Andreas\u2018 Dame derart eingesperrt, dass ihre Rettung Andreas eine Figur kostete. Doch Andreas spielte weiter und Schober revanchierte sich mit einem glatten Figureneinsteller. Bei nun ausgeglichenem Material kam nicht mehr viel Spannung auf, die Kontrahenten tauschten in einen remises L\u00e4uferendspiel ab, 1-3.<br \/>\nWie bereits erw\u00e4hnt hatten die G\u00e4ste am ersten Brett mit dem rum\u00e4nischen IM Doru Ionescu einen Titeltr\u00e4ger aufgeboten, um unseren Topscorer Sebastian Send zu neutralisieren. Die Partie m\u00fcndete schnell in ein schwer abzusch\u00e4tzendes Endspiel mit einem guten Springer auf Seiten Ionescus und einem schlechten L\u00e4ufer auf Seiten Sebastians. Ionescu suchte den Weg zur Basis von Sebastians Bauernkette auf e6, w\u00e4hrend Sebastian sich mit seinem K\u00f6nig zum Damenfl\u00fcgel durchschlug und dort einen Freibauern schaffen konnte. Ionescu hatte in der Zwischenzeit e6 abgegrast und war mit seinem e-Freibauern losgelaufen. Gleichzeitig erreichten beide Freibauern die Grundreihe, Sebastians L\u00e4ufer war zwischenzeitlich dem gegnerischen Springer zum Opfer gefallen. Nach den Umwandlungen entstand ein Endspiel mit Dame und Springer gegen Dame und Bauer, in dem Sebastian mit der Minusfigur bei knapper Zeit ein Dauerschach fand. Eine sehr beeindruckende Verteidigungsleistung von Sebastian gegen einen Gegner mit einer DWZ von fast 2400! 1,5-3,5.<br \/>\nAm zweiten Brett machten wir uns lange Hoffnungen auf einen ganzen Punkt von Uwe Eckardt gegen Heinz Plass. Uwe hatte im Mittelspiel am Damenfl\u00fcgel Plass\u2018 Figuren gebunden und war dann zum K\u00f6nigsfl\u00fcgel geschwenkt. Ein direktes Durchkommen gab es dort zwar nicht, aber Uwe konnte in ein vorteilhaftes Endspiel abwickeln. Plass konnte dies aber verteidigen, Uwe k\u00e4mpfte aufgrund des Mannschaftsstandes noch bis zur letzten Patrone, jedoch vergeblich, 2-4.<br \/>\nDer einzige volle Punkt gelang Frank Mickisch am achten Brett gegen Horst H\u00f6ffner. Frank war schnell in ein Turmendspiel \u00fcbergegangen, in dem er sogar einen Bauern ergattern konnte. Die Konstellation b-Freibauer am Damenfl\u00fcgel und jeweils drei Bauern am K\u00f6nigsfl\u00fcgel sah auch gewinnbringend aus, aber Frank musste durch einen Fehler den b-Bauern gegen den schwarzen h-Bauern abtauschen. Nachdem noch je zwei Bauern verschwunden waren, musste es Franks f-Bauer richten. An einer Stelle verpasste H\u00f6ffner das Buchremis nach Philidor (Vorlocken des Bauern auf die sechste Reihe, anschlie\u00dfend Turmschachs von der Grundreihe, der wei\u00dfe K\u00f6nig kann sich nirgendwo vor den Schachs verstecken) und nach einigem Hin und Her baute Frank die entscheidende Br\u00fccke (Abdr\u00e4ngen des gegnerischen K\u00f6nigs auf die d-Linie, Unterst\u00fctzung des Freibauern mit dem K\u00f6nig, Abschirmen des K\u00f6nigs vor Grundlinienschachs mit dem eigenen Turm auf der vierten Reihe), 3-4.<br \/>\nSomit hing alles an Patrick Scholls Partie an Brett drei gegen Alexander Stolte. Patrick war schon sehr fr\u00fch in den Verteidigungsmodus \u00fcbergegangen, w\u00e4hrend Stolte auf verschiedenen Wegen zum ganzen Punkt kommen wollte, aber keine rechten Fortschritte machte. Durch den Mannschaftsstand und mich verdonnert, startete Patrick dann einen Gewinnversuch, der aber leider ins Gegenteil ausschlug, 3-5.<br \/>\nDurch die neuerliche Niederlage \u00fcberwintern wir nun mit der roten Laterne. Der Abstand auf das rettende Ufer ist zwar noch zu gro\u00df, aber der n\u00e4chste Kampf gegen den direkten Konkurrenten aus Velmede d\u00fcrfte schon vorentscheidend sein.<br \/>\nDie zweite Mannschaft unterlag zeitgleich ungl\u00fccklich, weil unangek\u00fcndigt nur zu siebt, gegen den SC Hilchenbach mit 3-5. Es gewannen Stefan T\u00f6pler und Martin Reinschmidt, Hans-Wolfgang Dittmann und Roland Brosius spielten Remis.<br \/>\nDa drei von f\u00fcnf Bezirksliga-K\u00e4mpfen dem Wetter zum Opfer fielen, kann \u00fcber die Tabellensituation nicht viel gesagt werden.<br \/>\nErwartungsgem\u00e4\u00df auf verlorenem Posten stand die dritte Mannschaft beim Gastspiel gegen die wesentlich st\u00e4rker eingesch\u00e4tzte zweite Mannschaft aus Kreuztal. Laurin G\u00f6b gelang ein Remis, Tim Alh\u00e4user sogar ein Sieg gegen deutlich st\u00e4rkere Gegnerschaft.<br \/>\nErfolgreicher konnten wir dagegen das Vierer-Pokal-Finale gegen unseren Nachbarn aus Siegen gestalten. Der \u201eMatchplan\u201c war klar: Sebastian Send an Brett eins und Olaf D\u00fcber an Brett vier sollten mit Wei\u00df gewinnen, dazwischen mussten Patrick Scholl und\/oder ich mit Schwarz ein Remis erhaschen.<br \/>\nSchon nach etwa zwei Stunden war Teil zwei erf\u00fcllt. Patrick hatte gegen Reinhard Schischke Druckspiel am K\u00f6nigsfl\u00fcgel aufgezogen, das dieser nur unter positionellen Zugest\u00e4ndnissen abfedern konnte. Clever verkn\u00fcpfte Patrick den Damentausch mit einem Remisangebot, das Schischke annahm.<br \/>\nDen wichtigeren Part von Teil eins erledigte Sebastian gegen Gerald Richter. Schon nach der Er\u00f6ffnung hatte Richter Probleme mit schwachen Bauern auf b7 und e6, sowie der Koordination seiner Figuren. Sebastian zog langsam aber sicher die Daumenschrauben an, bis Richter einen taktischen Schlag, der eine Figur kostete, \u00fcbersah.<br \/>\nNach der Zeitkontrolle ben\u00f6tigten wir somit nur noch ein Remis an den beiden hinteren Brettern. Meine Partie sah im Mittelspiel positionell vielversprechend f\u00fcr mich aus, leider verpasste ich mindestens eine Gelegenheit, diesen Vorteil zu zementieren. Sebastian Domke goss dann mit einem zeitweiligen Bauernopfer \u00d6l ins Feuer, an dem ich mich beinahe verbrannte. Die R\u00fcckgabe des Bauern versuchte ich mit dem f\u00fcr mich g\u00fcnstigen Abtausch eines Leichtfigurenpaares zu verbinden, was nach dem von uns beiden \u00fcbersehenen wei\u00dfen Damenman\u00f6ver Dd1-h1-g1 zu Materialverlust f\u00fcr mich gef\u00fchrt h\u00e4tte. Zum Gewinn verdammt stie\u00df Domke nach der Zeitkontrolle seinen Freibauern vor, ich fing diesen ersatzlos ein und akzeptierte in klar besserer Stellung nach einigem Z\u00f6gern Domkes Remisangebot, was uns den Titel sicherte.<br \/>\nOlafs stark herausgespielter Sieg gegen Matthias Schmidt war dann noch f\u00fcr die Galerie.<br \/>\nDa der Schachbund NRW seinen Mannschaftspokal auf 64 Mannschaften ausgedehnt hat, f\u00e4llt der Verbands-Pokal aus und wir sind direkt (erstmals?) f\u00fcr den NRW-Pokal qualifiziert. Die erste Runde findet am Samstag, den 2.3. statt, im Falle des Weiterkommens m\u00fcssen wir schon am darauffolgenden Sonntag, den 3.3 wieder ran.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit den Dezember-Mannschaftsk\u00e4mpfen und dem Finale im Vierer-Pokal ist etwas Zeit vergangen, erst die Weihnachtsfeiertage geben mir gen\u00fcgend Zeit, dar\u00fcber zu berichten. Der Mannschaftskampf der ersten Mannschaft gegen Sundern war leider nicht von Erfolg gekr\u00f6nt. 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