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Archiv für Februar, 2010

Tim Alhäuser mit starker Leistung bei den Südwestfalen-Meisterschaften

Mittwoch 24. Februar 2010 von Michael Meinhardt

Am letzten Samstag fanden in Meschede die Jugend-Einzel-Meisterschaften der Altersklasse U10 statt. Mit dabei war mit Tim Alhäuser aus unserem Verein auch der amtierende U10- Siegerland-Meister.
Tim startete mit einem Remis gegen Niklas Schmidt (Sfr. Bigge) in das 5-rundige Turnier, bei zwischenzeitlich einer Mehrfigur war hier vielleicht mehr drin. In der zweiten Runde besiegte Tim mit dem 6-jährigen Damian Gallinnis (SGEM Ennepe) den jüngsten Teilnehmer der Meisterschaften. In der dritten Runde luchste er dem Bezirkskonkurrenten Laurens Erner (Herdorf) schnell die Dame ab und setzte im neunten Zug matt. Mit 2,5 Punkten aus 3 Partien ging es nun im Spitzenduell gegen Sebastian Scholz (SV Menden), der als einziger Spieler bis dahin alle drei Partien gewonnen hatte. Tim verlor in der Eröffnung eine Figur, kämpfte aber weiter und knüpfte sogar ein Mattnetz um den gegnerischen König. Im entscheidenden Augenblick machte Tim leider den zweiten Zug vor dem ersten, sodass Scholz durch eine Springergabel Tims Dame erobern, das Matt abwehren und gewinnen konnte. Pech hatte Tim mit der Auslosung zur letzten Runde, musste er doch mit Schwarz gegen Topfavorit Niklas Kölz (SC Schalksmühle), der vorher überraschend gegen Sebastian Scholz verloren hatte, antreten und unterlag schnell. In der Abschlusstabelle belegte Tim mit 2,5 Punkten aus 5 Runden den fünften Platz, obwohl er mit Sebastian Scholz (1.), Niklas Kölz (2.) und Niklas Schmidt (3.) gegen die drei Qualifikanten zur NRW-Meisterschaft angetreten war. Insgesamt eine starke Leistung von Tim, der hinterher sogar den verpassten Gelegenheiten nachtrauerte.

Alle Ergebnisse gibt es auf der Internetseite der Schachverband Südwestfalen

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Perlen der Jugend….. (damals)

Sonntag 21. Februar 2010 von Daniel Mohr

In der neusten Ausgabe der Jugendschach (2/2010) (Seite 22) ist Michael mit einer Glanzpartie aus seiner Jugend vertreten. Dummerweise wieder einmal unter seinem “Tarnnamen”, viele seiner Partien werden fälschlicherweise dem zehn Jahre jüngerem IM Maximilian Meinhardt zugeordnet.

Daher Ehre wem Ehre gebührt (und eine gute Gelegenheit, mal das PGN-Plugin zur Darstellung von Partien auszuprobieren):

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Michael Meinhardt dominiert Blitz-Grand-Prix

Montag 15. Februar 2010 von Daniel Mohr

Mit dem 4. Sieg im 4 Turnier baute Michael seinen Vorsprung in der Grand-Prix-Serie weiter aus. Ernsthafte Verfolger sind nur noch Uwe Eckardt und Andreas Piskorz, die jedoch mit den Plätzen 2 und 3 vorlieb nehmen mußten.

Rangliste: Stand nach der 9. Runde im 2. Durchgang
RangTeilnehmerNWZVerein/Ort12345678910PunkteSoBer
1.Meinhardt,Michael1979Schachverein Weidena**1½½11111114.5 – 3.5110.0
**0101½1111
2.Piskorz,Andreas1979Schachverein Weidena0**0101111113.5 – 4.5104.5
1**11½10111
3.Eckardt,Uwe2058Schachverein Weidena½1**10½111112.0 – 6.093.50
00**111½0½1
4.Schmidt,Matthias1858Siegener Schachverei½00**10111111.5 – 6.583.25
100**111011
5.Mickisch,Frank,Dr.1931Schachverein Weidena0110**001119.0 – 9.062.25
0½00**10½11
6.Klüser,Rolf1841Siegener Schachverei00½11**½0118.5 – 9.559.00
½0000**1101
7.Toffanello,Stephan1762Schachverein Weidena00001½**0118.5 – 9.556.25
01½010**½11
8.Töpler,Stefan1565Schachverein Weidena0000011**017.0 – 11.049.25
0011½0½**01
9.Pramann,Jürgen1689Siegener Schachverei00000001**15.5 – 12.528.50
00½00101**1
10.Schöning,Andreas Schachverein Weidena000000000**0.0 – 18.00.00
000000000**

Gesamtstand 2009/2010 nach Runde 4 (pdf)

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Rumpfteam verliert in Sundern

Montag 8. Februar 2010 von Michael Meinhardt

Denkbar ungünstig gestaltete sich die Vorbereitung auf das Top-Duell der Verbandsliga beim Tabellenführer in Sundern. Schon beim Zusammenstellen der Mannschaft in der vorherigen Woche hatte ich wenig Erfolg, konnte aber sieben Mann (sechs davon unten im Bild, es fehlt Starfotograf Uwe Eckardt, der für alle Bilder des Berichts verantwortlich ist.) zur Teilnahme überreden. Daniel wollte sich, gesundheitlich angeschlagen, kurzfristig entscheiden, am Sonntag Morgen war aber klar, dass es keinen Sinn machen würde. Daher musste die erste Mannschaft zum ersten Mal seit Bestehen mit sieben Leuten auskommen. Auf der Hinfahrt diskutierten wir nun aus, welches Brett wir freilassen sollten, in Betracht kamen Brett eins, Brett drei oder Brett vier. Wir entschieden uns an Brett vier eine Schwarzpartie kampflos abzugeben und lagen somit schon zu Beginn mit 0-1 im Rückstand.

An Brett eins musste sich Uwe mit dem rumänischen FM Daniel Hristodorescu herumschlagen, machte seine Sache in der Eröffnung aber außerordentlich gut und erspielte sich einen soliden, positionellen Vorteil. Dann aber bekam er Angst vor der eigenen Courage (O-Ton Uwe: „Schreib ruhig: Stahl sich in guter Stellung aus der Verantwortung.“ So hart will ich aber nicht urteilen, hätte ich das doch sicher ebenso gemacht.) und bot Remis an, was Hristodorescu nach längerer Überlegung annahm, 0,5-1,5.
Fast zeitgleich musste unser Ersatzmann Heinz-Roland Send (Bild unten) an Brett acht die Waffen strecken, sein Gegner Ulrich Löw opferte früh einen Springer auf f7 und führte das Opfer schnell zur Entscheidung, 0,5-2,5.

Dann aber schlug der 100%-Mann wieder zu. Nach der Eröffnung war Andreas Piskorz auf einem hässlichen Doppelbauern auf der a-Linie sitzengeblieben, aber seinem Gegner Josef Schulte ging beim Übergang ins Endspiel sein blockierender a-Bauer verloren. Andreas setzte nun alles auf den entstandenen Freibauern und dirigierte ihn mit Turm und Läufer unaufhaltsam Richtung Umwandlung. Wie im Bild unten gut zu erkennen ist, konnten Schultes Turm und Springer nur hilflos zusehen, 1,5-2,5.

Patrick Scholl stand an Brett sechs nach der Eröffnung beinahe hoffnungslos passiv, trauriges Beispiel war ein schwarzer Läufer auf b7, der während der ganzen Partie auf den eigenen, blockierten Bauern c6 blickte. Sein Gegner Heinz Plass, dessen Frau Mariana Plass den kampflosen Punkt an Brett vier abgeräumt hatte, drückte Patrick weiter gegen die Wand. Als materielle Verluste unvermeidbar waren, gab Patrick auf, 1,5-3,5.
Die Entscheidung gegen uns fiel an Brett drei, Olaf Düber unterlief bereits im fünften Zug ein folgenschwerer Fingerfehler, er vergaß das Zugpaar 5. Dxd8+ Kxd8, und spielte direkt 5.Sf3 woraufhin sein Gegner Ralf Schober seinerseits mit 5….Dxd1+ die Damen tauschte, Olafs Rochaderecht vermasselte und mit 6…Sg4, Qualitätsgewinn drohend, nachsetzte. Olaf opferte die Qualität und bekam dafür sogar einen Bauern. Zwischenzeitlich hatten wir die Hoffnung, dass er das Endspiel halten kann, aber als Schober mit seinen Türmen in Olafs Lager einbrach, war die Partie und der Kampf verloren, 1,5-4,5.
Für die Galerie bzw. das Brettpunkteverhältnis war Frank Mickischs Sieg an Brett sieben. Frank tanzte solange mit seinen Springern am Königsflügel rum, bis sein Gegner Peter Kevekordes eine Qualität geben musste, als Frank in Zeitnot noch eine Figur gewann, gab Kevekordes auf, 2,5-4,5.
Noch knapper hätte ich das Ergebnis durch einen Sieg an Brett zwei gestalten können und lange Zeit standen die Chancen dafür gut. Nach der Eröffnung hatte ich mit Schwarz bequemen Ausgleich erzielt (für mich keine Selbstverständlichkeit), im Mittelspiel beging Markus Tillmann einige Ungenauigkeiten, wodurch ich ihm einen schwachen Bauern auf c4 verpassen konnte. Tillmann entschloss sich für ein sofortiges Opfer des Bauern, mir gelang es sogar, beide Turmpaare abzutauschen und in ein Endspiel mit Dame und Läufer gegen Dame und Springer überzuleiten. Leider fraß ich zum denkbar ungünstigen Zeitpunkt den zweiten Bauern, da ich übersehen hatte, dass Tillmann nun mit Dame und Springer über die schwarzen Felder (im Bild unten, nach der Partie bei der Analyse entstanden, ist die freie Autobahn a3-f8 gut zu erkennen, wäre mir das doch auch während der Partie aufgefallen…) zu meinem König vordrang. In Zeitnot konnte ich keinen organisierten Widerstand mehr leisten (allerdings spuckte auch Fritz ungeachtet der beiden schwarzen Mehrbauern weißen Vorteil aus), verlor die Dame und gab nach der Zeitkontrolle auf, 2,5-5,5 und „nur“ noch der vierte Platz in der Verbandsliga.

Die zweite Mannschaft verlor mit 3-5 beim SV Bad Laasphe 2. Stephan Toffanello (4/4 in der Bezirksliga und zusätzlich 1/2 als Ersatz in der ersten Mannschaft) und James Gray gewannen, Stefan Töpler und Hans-Wolfgang Dittmann spielten Remis. Die zweite Mannschaft belegt nun mit 6-6 Punkten den sechsten Platz in der Bezirksliga.
Auch die dritte Mannschaft unterlag. Mit nur drei Spielern ging der Kampf bei der sechsten Mannschaft des C4 ChessClubs 1,5-2,5 verloren. Thorsten Hummerich gewann schnell, Christian Haßler spielte Remis, nach Augenzeugenberichten war in dieser Partie aber wohl mehr drin.

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Finale im Einzelpokal erreicht

Samstag 6. Februar 2010 von Michael Meinhardt

Nach Stephan Toffanello im letzten Jahr darf ich in dieser Saison unsere Farben im Finale des Bezirks-Einzelpokals vertreten. Am Freitag Abend konnte ich Rolf Haßler (Hellertaler SF und langjähriges passives Mitglied bei uns) mit Schwarz besiegen. Schon in der Eröffnung baute ich einen gefährlichen Angriff am Königsflügel auf und drängte Rolf in eine passive Verteidigungsstellung, in der er einen taktischen Fehler beging, der mir eine Qualität bei unvermindertem Angriff einbrachte. Bei knapper Zeit übersah Rolf schließlich ein zweizügiges Matt, das Finale war erreicht. Nun muss ich im Finale gegen den Sieger der Partie Rolf Klüser (Siegen) gegen Timo Schönhof (C4 ChessClub) antreten.

Im Bild (Copyright Uwe Eckardt): Die anschließende Analyse von 34.Tf1-d1, was wesentlich hartnäckiger war, als das von Rolf gewählte 34.f4? exf4 35.Lxf4 Sf3 36.Dc4 Txh2+ mit Matt im nächsten Zug.

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