Archiv für Dezember, 2009

Kleinere Updates

Mittwoch 16. Dezember 2009 von Daniel Mohr

Ich hab ein paar Sachen auf der Webseite ergänzt:

Neu ist die Seite Blitz-Grand-Prix, auf der der aktuelle Zwischenstand und die Endstände der letzten Jahre abrufbar sind.

In der Bildergalerie sind drei Alben mit Bildern vom Bürgerfest 2005, 2006 und 2008 hinzugekommen.

Außerdem habe ich ein Plugin installiert, welches jedem User erlaubt, 5 Minuten nach Abgabe eines Kommentares diesen nochmals zu bearbeiten. So kann man seine Tippfehler direkt wieder korrigieren.

Kategorie: Allgemeines | Kommentare deaktiviert

Sieg im Vierer-Pokal-Finale

Sonntag 13. Dezember 2009 von Michael Meinhardt

Am Freitag fand in Geisweid das Finale im Bezirks-Vierer-Pokal statt, unsere erste Mannschaft traf auf den Nachbarn aus Siegen. Von den Wertungszahlen ausgehend waren wir leicht favorisiert, aber auch im Schach gilt: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze.
An Brett zwei folgten Uwe Eckardt und Gerald Richter zunächst dem Gesetz der Serie, Uwe baute mit Weiß eine leichte Initiative auf, die Richter im Mittelspiel neutralisieren konnte, somit das vierte Remis der Beiden in Folge.
An Brett 3 spielte ich erstmals seit vielen Jahren wieder gegen Torsten Lindner, mit dem ich zu gemeinsamen Jugendzeiten (lang, lang ists her…) viele heiße Duelle ausgefochten habe. Auch diesmal ging es schnell zur Sache, Torsten zog seine Figuren am Damenflügel zusammen, entschloss sich aber dann, das Zentrum zu sprengen. Durch ein angetäuschtes Bauernopfer, das Torsten übersehen hatte, gelang es mir, meine Figuren gegen den schwarzen König aufmarschieren zu lassen, was eine schnelle Entscheidung zu meinen Gunsten und uns somit die Führung brachte.
An Brett 4 spielte Olaf Düber mit Schwarz gegen Matthias Schmidt. Olaf übernahm schnell die Initiative am Königsflügel, während Schmidt am Damenflügel keine Fortschritte machen konnte. Folgerichtig drang Olaf am Königsflügel durch und setzte schließlich die weiße Dame „matt“. Damit war der Bezirkspokal gewonnen und die sehr unterhaltsame Partie zwischen Sebastian Send und Reinhard Schischke am Spitzenbrett war für das Ergebnis belanglos. Schischke zeigte sich mit Weiß gut vorbereitet und setzte Sebastian stark unter Druck. Dies bezahlte er aber mit akutem Bedenkzeitmangel etwa ab Zug 30. In der folgenden Blitzphase, die Sebastian später als Lotto bezeichnete, überließ Schischke den kompletten Damenflügel seinem Schicksal und setzte auf Königsangriff, aber Sebastian wehrte diesen ab und verwandelte seine Freibauern in einen weiteren vollen Punkt. Damit ging nach einem Jahr Pause der Bezirks-Vierer-Pokal wieder an uns, die nächsten Aufgaben erwarten uns somit auf Verbandsebene.

Kategorie: Mannschaften | 1 Kommentar »

Erste Mannschaft mit 4-4 in Bergneustadt-Derschlag

Montag 7. Dezember 2009 von Michael Meinhardt

Bereits um 9.30 Uhr am Sonntag morgen (also nach konzertbedingt nur 6 Stunden Schlaf) begann für mich als Mannschaftsführer der Verbandsliga-Kampf beim SV Bergneustadt-Derschlag. Deren Team-Captain Thomas Freundlieb unterrichtete mich um diese Uhrzeit telefonisch darüber, dass unser Gastgeber nur zu siebt antreten und das erste Brett frei bleiben wird. OK, dafür steht man doch gerne auf, 1-0.
Die erste am Brett entschiedene Partie lieferte mal wieder der im Schnellschach-Modus spielende Andreas Piskorz an Brett 5 ab. Da auch sein Gegner Ludwig Blab diesen Modus gewählt hatte, landeten beide nach etwa zwei Stunden und zwischenzeitlich optischem Vorteil für Andreas in einem eigentlich remisen Damenendspiel. Allerdings hatte Andreas noch einen letzten Trick auf Lager, er bot einen Bauern inklusive Damentausch an, dem Blab nicht widerstehen konnte. Daraufhin verwirklichte Andreas einen sehr lehrreichen Bauerndurchbruch, der bewies, dass sich der verteidigende König nicht nur im Quadrat des Freibauern befinden sondern auch die Diagonale des Quadrats betreten muss, um den Freibauern aufzuhalten, 2-0.
An Brett 4 hatte Olaf Düber in der Eröffnung einen Bauern geopfert, die erhoffte Kompensation in Form von aktivem Figurenspiel war aber nur von kurzer Dauer, Paul Stümer wehrte das Gegenspiel ab und eroberte einen zweiten Bauern, wonach Olafs Widerstand gebrochen war, 2-1.
Zum zweiten Mal in dieser Saison musste Stephan Toffanello als Ersatzmann am letzten Brett einspringen. Nach einer diskussionswürdigen positionellen Entscheidung in der Eröffnung zeigte sich Tofa später taktisch voll auf der Höhe und konnte zwei Bauern gewinnen, sehr sehenswert war auch das abschließende Mattfinale mit einem schönen Damenopfer, 3-1.
Durch das sehr innovative Eröffnungsmanöver Dd8-c8-d8-e8-d8 hatte sich Patrick Scholl an Brett 6 mehr oder weniger freiwillig in eine passive Stellung begeben. Erst nach 30 Zügen kroch er aus seinem Schneckenhaus (Dd8-c7 mit Angriff auf den Sc3) und bot taktisch klug Remis, was Thomas Freundlieb überraschend annahm, 3,5-1,5.
Frank Mickisch und Sebastian Heitmann hatten sich am siebten Brett einen taktisch interessanten Schlagabtausch geliefert, aber als der Rauch und die Zeitnot bei Heitmann verzogen waren, blieben ihm zwei Mehrbauern, gegen die Frank im Endspiel nichts ausrichten konnte, 3,5-2,5.
Uwe Eckardt hatte es am zweiten Brett bereits nach zehn Zügen geschafft, seinen schwarzfeldrigen Läufer auf d8 zu parken. Das kurz später folgende Remisangebot lehnte Frank Fink ab, um in einem damenlosen Mittelspiel nach Vorteil zu suchen. Stattdessen ergatterte Uwe einen Mehrbauern und es schien auch so, als würde er diesen zum Sieg führen. Fink gab jedoch einen Läufer für den Bauern und konnte zwei weitere Bauern erobern, sodass Uwe schließlich mit Turm und Springer gegen Turm und zwei verbundene Bauern sogar in den Verteidigungsmodus umschalten musste, was ihm aber auch gelang, 4-3.
Also hing das Wohl und Wehe des Kampfes in Bergneustadt mal wieder an meiner Endspielbehandlung gegen Friedhelm Michalik. In der Eröffnung und dem Mittelspiel habe ich ziemlich viel richtig gemacht, eine gute Stellung mit einem allerdings doppelt isolierten Mehrbauern erreicht und mich auch nicht in Zeitnot gebracht. Als sich ausgangs des Mittelspiels abzeichnete, dass ein Remis reichen würde, sah ich von einem verlockenden Angriff auf den geschwächten schwarzen König ab, da mich dies den kompletten Damenflügel und im Falle eines Scheiterns auch die Partie gekostet hätte. Stattdessen tauschte ich die Schwerfiguren ab, um mit Springer gegen Läufer in ein „unverlierbares“ Endspiel abzuwickeln. Leider war mir dabei eine „Kleinigkeit“ entgangen, denn Michalik konnte ersatzlos meinen a-Bauern abholen, der resultierende Freibauer auf der a-Linie machte schließlich nach einigen Wirrungen das Rennen. 4-4 und damit „nur“ noch der dritte Platz in der Verbandsliga.

Micha_Post_Mortem

Oben im Bild der Moment der Enttäuschung, auch der von Andreas Piskorz sofort nach der Partie propagierte Remisweg, war leider keiner, selbigen fand nur “Fritz”, aber auch dieser brauchte die ganze Nacht.

In der Bezirksliga gewann die zweite Mannschaft in Haiger beim bisherigen Tabellenführer, dem C4-ChessClub mit 5-3. Heinz-Roland Send, Hans-Wolfgang Dittmann, Roland Brosius und James Gray konnten gewinnen, Stefan Töpler am Spitzenbrett gegen Timo Schönhof und Ersatzmann Thorsten Hummerich spielten Remis. Beide Mannschaften teilen sich nun den zweiten Tabellenplatz hinter Hellertal II.
Der Kreisligakampf der dritten Mannschaft gegen die Wittgenstein-Fraktion des C4-ChessClubs fiel diversen Weihnachtsfeiern und Inventuren zum Opfer und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Kategorie: Mannschaften | Kommentare deaktiviert